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PolitikGlobal

News kompakt: Top-Generäle der USA und Kubas treffen sich

30. Mai 2026

Die Spannungen zwischen den USA und Kuba haben zuletzt massiv zugenommen. Nun gab es eine seltene Begegnung in Guantánamo. Russlands Präsident Putin droht Armenien. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Kuba Guantánamo Bay 2026 | Fünf Männer in Uniform nebeneinander (29.05.2026)
Der Chef des zuständigen US-Regionalkommandos, General Francis Donovan (M.), der Chef des Generalstabs der kubanischen Revolutionären Streitkräfte, Roberto Legrá Sotolongo (l. von ihm), und andere hochrangige Militärvertreter in Guantánamo Bild: US Southern Command/AFP

Inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Kuba haben hochrangige Militärvertreter beider Länder direkt miteinander gesprochen. Sie kamen im Außenbereich des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf der Karibikinsel zusammen. Das Areal haben die Vereinigten Staaten seit mehr als 120 Jahren von Kuba gepachtet. Bei dem kurzen Austausch seien "Fragen der operativen Sicherheit" erörtert worden, teilte das US-Militär mit - ohne weiteren Einzelheiten zu nennen. Das Verteidigungsministerium der sozialistischen Karibikinsel erklärte, das "positive Treffen" habe im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden.

Die Begegnung erfolgte nur kurz nach US-Medienberichten, denen zufolge Kuba im Falle einer Eskalation Angriffe auf den US-Stützpunkt Guantánamo plane. Die Streitkräfte des kommunistischen Landes sollen mehr als 300 Militärdrohnen erworben haben. Die Spannungen zwischen beiden Seiten hatten in den vergangenen Monaten erheblich zugenommen. Kuba steckt derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

Russland warnt Armenien vor EU-Annäherung

Kurz vor der Parlamentswahl in Armenien hat Russlands Staatschef Wladimir Putin der Südkaukasusrepublik vor schweren wirtschaftlichen Folgen im Falle einer Annäherung an die EU gedroht. Das Land habe als Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion Zugang zu einem großen Markt, sagte Putin. Sollte Armenien auf EU-Standards umstellen, werde man gezwungen sein, die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich einzustellen. Bei Gaslieferungen ist die Südkaukasusrepublik stark von Russland abhängig.

Der russische Präsident Putin am Freitag beim Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in Kasachstan Bild: Alexander Kazakov/SNA/IMAGO

In Armenien soll am 7. Juni ein neues Parlament gewählt werden. Regierungschef Nikol Paschinjan hofft auf eine Fortsetzung seiner Amtszeit. Er steht allerdings nach der Niederlage im Krieg gegen den Nachbarn Aserbaidschan um die Konfliktregion Bergkarabach innenpolitisch unter Druck. Die Südkaukasusrepublik strebt in die Europäische Union. Die Beziehungen zu Moskau sind gespannt.

Ungarn kann mit EU-Milliarden rechnen

Die Europäische Kommission will nach dem Regierungswechsel in Ungarn festgesetzte EU-Mittel in Höhe von bis zu 16,4 Milliarden Euro für das Land freigeben. Der Großteil des Geldes solle fließen, wenn von Ungarn beschlossene Reformen und Investitionen umgesetzt seien, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen empfängt den neuen ungarischen Regierungschef Magyar in Brüssel Bild: Dursun Aydemir/Anadolu/picture alliance

Der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar und seine Regierung handelten schnell und entschlossen, um Korruption zu bekämpfen und die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen, erklärte von der Leyen. Sie äußerte sich nach einem Gespräch mit Magyar in Brüssel. Magyar sprach von einem historischen Durchbruch nach nur wenigen Wochen Regierung. Sein Team habe "um jeden Europa-Cent gekämpft". 

Bundeswehr testet Einsatzbereitschaft in Litauen 

In Litauen sind Soldaten und Panzer für die erste große Gefechtsübung der dort stationierten deutschen Brigade eingetroffen. Für das Manöver "Freedom Shield" wurden Truppen und Ausrüstung per Fähre und Bahn in das baltische EU- und NATO-Land verlegt - darunter Kampfpanzer Leopard und Schützenpanzer Puma. Dies teilte ein Sprecher der Brigade mit. Für die Übung im Mai und Juni werden rund 2900 Soldaten - darunter 2300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht NATO-Staaten auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen.

Bundeswehrsoldaten in Litauen (im Januar)Bild: Juliane Sonntag/IMAGO

Die Bundeswehr baut derzeit in Litauen die Panzerbrigade 45 auf. Sie wurde von Deutschlands Regierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt und im Frühjahr 2025 formal in Dienst gestellt. Die Truppe soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1800 Angehörige des Gefechtsverbandes in Litauen stationiert. 

Malteser wählen ein neues Parlament 

Im kleinsten EU-Land Malta findet an diesem Samstag eine vorgezogene Parlamentswahl statt. Der Chef der regierenden sozialdemokratischen Labour Party, Robert Abela, hatte Ende April in einer Fernsehansprache die eigentlich erst für Anfang kommenden Jahres vorgesehene Wahl vorverlegt. Der Premierminister begründete den Schritt mit globalen geopolitischen Sorgen infolge des Iran-Kriegs. Seine Regierung benötige angesichts der weltweiten Krisen ein neues Mandat, sagte der 48-jährige Abela.

Wahlplakate mit Regierungschef Robert Abela (l.) und seinem 30-jährigen Herausforderer Alex Borg Bild: Darrin Zammit Lupi/REUTERS

Bei der Parlamentswahl 2022 hatte Abela mit Labour einen deutlichen Sieg errungen. Bei der jetzigen Abstimmung wird er gegen den Vorsitzenden der Nationalist Party (PN), Alex Borg, antreten. Umfragen sehen Labour vor der konservativen PN. Die Inselrepublik im Mittelmeer hat gut eine halbe Million Einwohner. 

Anwohnerproteste legen Brenner-Route lahm

Die Autobahn über den Brennerpass - eine der wichtigsten Transitstrecken Europas - und alle Nebenrouten sind an diesem Samstag gesperrt. Grund ist ein Protest der Anwohner gegen die Verkehrsbelastung auf der vielbefahrenen Alpenstrecke zwischen Österreich und Italien. Seit 2010 hat der Lkw-Verkehr auf dieser wichtigen Route um rund 40 Prozent zugenommen.

Der Initiator der Proteste: Bürgermeister Karl Mühlsteiger Bild: Sven Hoppe/dpa/picture alliance

Die Behörden riefen dazu auf, das österreichische Bundesland Tirol großräumig zu umfahren, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Der Bürgermeister des an die Brennerautobahn angrenzenden Tiroler Ortes Gries, Karl Mühlsteiger, hat die Protestkundgebung als Privatperson angemeldet. Die Sperrung der wichtigsten Verkehrsverbindung nach Italien fällt in die Pfingstferien mehrerer deutscher Bundesländer. Die Brennerautobahn ist ein Abschnitt der Europastraße 45, die vom Norden Norwegens bis zur Südspitze Italiens reicht. 

se/AR (dpa, afp, rtr, ap) 

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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