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KonflikteLateinamerika

Tote bei neuen US-Angriffen auf "Drogenboote" im Ostpazifik

16. Dezember 2025

Acht Menschen wurden bei US‑Operationen gegen mutmaßliche "Drogenboote" im Ostpazifik getötet. Die USA verstärken zugleich ihre Militärpräsenz in der Karibik und dürfen nun auch Flughäfen in Trinidad und Tobago nutzen.

Pazifik - Vom Pentagon veröffentlichte Bilder des Angriffs auf drei angebliche Drogenboote
Das Pentagon veröffentlichte diese Bilder, die den US-Angriff auf die mutmaßlichen "Drogenboote" im Ostpazifik zeigenBild: US Southern Command/AFP

Bei Einsätzen gegen drei mutmaßliche "Drogenboote" im Ostpazifik sind nach Angaben des US-Militärs acht Menschen ums Leben gekommen. Wie das US-Südkommando auf der Plattform X mitteilte, hätten Geheimdienstinformationen bestätigt, dass die Boote auf bekannten Schmuggelrouten unterwegs gewesen seien und in den Drogenhandel verwickelt waren.

Insgesamt seien "acht Narco-Terroristen" getötet worden - drei auf dem ersten Boot, zwei auf dem zweiten und drei auf dem dritten.

Seit September greifen US-Streitkräfte wiederholt Schiffe mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei kamen bereits mehr als 90 Menschen ums Leben. Kritiker werfen dem Militär vor, die Einsätze kämen außergerichtlichen Tötungen gleich und verstießen gegen das Völkerrecht.

USA greifen mutmaßliches venezolanisches Schmugglerschiff an

23:46

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Inselstaat Trinidad und Tobago kooperiert mit den USA

Inzwischen erlaubt der karibische Inselstaat Trinidad und Tobago US-Militärflugzeugen die logistische Nutzung seiner Flughäfen. Wie das Außenministerium von Trinidad und Tobago mitteilte, dürfen Flughäfen für Zwecke wie Nachschub und Wechsel von Personal in den kommenden Wochen genutzt werden. Der Staat in der Karibik hatte bereits gemeinsame Militärübungen mit den USA abgehalten und die Installation eines Radarsystems auf der Insel Tobago durch das US-Militär genehmigt. 

US-Radarsystem am internationalen Flughafen Robinson auf der Insel TobagoBild: Andrea De Silva/REUTERS

Der aus zwei Inseln bestehende Staat liegt nur wenige Kilometer von der Küste des südamerikanischen Venezuela entfernt. Venezuela wiederum erklärte die Zusammenarbeit mit Trinidad und Tobago im Erdgasbereich für beendet, weil das Land sich am "Diebstahl des venezolanischen Erdöls" beteiligt habe.

Erklärtes Ziel der USA: Zerstörung der Drogenkartelle in Venezuela

Konkret warf die Regierung in Caracas dem Nachbarland vor, an der Stürmung eines Öltankers vor der venezolanischen Küste durch US-Einheiten beteiligt gewesen zu sein. Wie genau dies geschehen sein soll, teilte das venezolanische Außenministerium in seiner Erklärung nicht mit. Laut dem US-Justizministerium wurde der Tanker für den Transport von sanktioniertem Öl aus Venezuela und dem Iran genutzt.

US-Hubschrauber lässt Eliteeinheiten bei der Beschlagnahme des venezolanischen Tankers am 10. Dezember abBild: U.S. Attorney General/REUTERS

Mit Kampfflugzeugen, Kriegsschiffen und Soldaten baut Washington seit Monaten seine Militärpräsenz in der Karibik aus. Offiziell gibt die US-Regierung den Kampf gegen Drogenkartelle in Venezuela als Grund für ihr Eingreifen an. Der autoritär regierende Machthaber von Venezuela, Nicolás Maduro, wirft Washington hingegen vor, einen Regimewechsel in dem ölreichen Land erzwingen zu wollen und es auf dessen Ölreserven abgesehen zu haben.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko pflegt schon länger gute Beziehungen mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro - hier ein Bild aus dem Jahr 2017Bild: Sergei Grits/AP Photo/picture alliance

Asylangebot aus Belarus

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat dem venezolanischen Präsidenten Maduro für den Fall eines Machtverlustes eine Zuflucht in seinem Land angeboten. Maduro sei in Belarus willkommen, sagte Lukaschenko in einem Interview mit dem US-Medium Newsmax. Es habe jedoch keine entsprechenden Gespräche gegeben. Sollte er nach Belarus kommen wollen, stünden ihm die Türen offen, sagte Lukaschenko den auf dem Telegram-Kanal "Pul Pervogo" veröffentlichten Interview-Auszügen zufolge.

as/pgr (dpa, afp, rtr)

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