News kompakt: Trump hat wieder Grönland im Blick
22. Dezember 2025
US-Präsident Donald Trump hat den Gouverneur des südlichen Bundesstaates Louisiana, Jeff Landry, zum Sondergesandten für das offiziell zu Dänemark gehörende Grönland bestimmt. Jeff verstehe, wie wichtig die Insel im Nordatlantik für die Sicherheit der USA sei, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der US-Präsident hat seit seinem Amtsantritt im Januar immer wieder mit Hinweis auf Gründe der nationalen Sicherheit umstrittene Besitzansprüche angemeldet.
Grönland ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner. Die Insel ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark.
USA bewerten Gespräche mit Ukraine und Russland als konstruktiv
Drei Tage lang hatten Unterhändler im US-Bundesstaat Florida darüber verhandelt, wie der russische Angriffskrieg in der Ukraine beendet werden könnte. Anschließend zeigten sich die Chefunterhändler der USA, der Ukraine und Russlands nach außen hin zufrieden. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, teilten jeweils wortgleich auf der Online-Plattform X mit, ihre Gespräche in Miami seien "produktiv und konstruktiv" gewesen. Themen waren demnach unter anderem Sicherheitsgarantien der USA sowie Wirtschaftsfragen.
Witkoff schrieb später auf X, auch der Aggressor Russland setze sich weiter für eine Friedenslösung ein. Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teilte Witkoffs Post seinerseits auf X und erklärte: "Danke, Miami. Nächstes Mal: Moskau."
Frankreich baut das größte Kriegsschiff in Europa
Frankreich will mit dem Bau eines modernen atomar betriebenen Flugzeugträgers seine Stellung als Seemacht ausbauen. Präsident Emmanuel Macron erklärte, in Zeiten von Aggressoren müsse man stark sein, um gefürchtet zu werden. Mit rund 80.000 Tonnen Verdrängung wird der Flugzeugträger fast doppelt so schwer wie sein Vorgänger "Charles de Gaulle" sein. Das Schiff wird 310 Meter lang, 85 Meter breit und soll Platz für 30 Kampfflugzeuge und 2000 Besatzungsmitglieder bieten. Die Kosten für das Projekt werden auf gut zehn Milliarden Euro geschätzt.
Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin schrieb im Onlinedienst X, das neue Schiff werde 2038 in Dienst gestellt. Der Flugzeugträger wäre das größte jemals in Europa gebaute Kriegsschiff. Außer Frankreich verfügen in Europa nur Großbritannien, Italien und Spanien über Flugzeugträger. Die USA besitzen elf dieser Schiffe, China drei.
ASEAN-Staaten suchen Lösung im Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha
Die Außenminister des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN wollen an diesem Montag in Malaysia über den Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha beraten. Dabei treffen Vertreter beider Regierungen erstmals persönlich aufeinander. Der seit Jahrzehnten andauernde Konflikt ist die Folge einer unklaren Grenzziehung größtenteils durch Kambodschas ehemalige Kolonialmacht Frankreich im Jahr 1907.
Zuletzt waren die Gefechte Anfang Dezember wieder aufgeflammt. Mehr als 40 Menschen wurden insgesamt getötet, darunter Zivilisten. Sowohl die USA als auch China bemühten sich um eine Deeskalation. Fast eine Million Menschen sind offiziellen Angaben zufolge durch die Gefechte in Thailand und Kambodscha vertrieben worden.
Bundesregierung will IP-Adressen länger speichern
Zur Bekämpfung von Kriminalität im Netz sollen Internetanbieter IP-Adressen künftig drei Monate lang speichern. Das geht aus einem Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hervor. Bei Kinderpornografie, Online-Betrug und strafbarem Hass im Netz gelte bisher, dass Täter viel zu oft davonkämen, sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Das müsse geändert werden. Im Frühjahr soll das Gesetz im Bundestag beschlossen werden.
IP-Adressen sind eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben, über die sich ein Internetanschluss eindeutig identifizieren lässt. Sie können allerdings mit technischen Hilfsmitteln verschleiert werden.
Spaniens größte Weihnachtslotterie startet rekordverdächtig
Zwei Tage vor Heiligabend schüttet die spanische Weihnachtslotterie Gewinne in Rekordhöhe aus. Insgesamt werden mehr als 2,77 Milliarden Euro verteilt - rund 70 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die vor mehr als 200 Jahren gegründete Lotterie gilt als die älteste der Welt und wird wegen der Gesamtsumme auch als größte Tombola bezeichnet. Der Hauptgewinn, genannt "El Gordo" - auf Deutsch: "der Dicke", beträgt vier Millionen Euro für ein ganzes Los.
Die Ziehung findet im Opernhaus Teatro Real in Madrid statt. Sie dauert in der Regel vier bis fünf Stunden und wird im Fernsehen von Millionen Menschen gebannt verfolgt. Die Gewinnzahlen werden von Schülerinnen und Schülern des traditionsreichen Internats San Ildefonso stets singend vorgetragen.
se/haz/fab (dpa, rtr, afp, ap)
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