Trump-Gesandter Witkoff in der Kritik

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Der US-Sondergesandte Steve Witkoff steht im Zentrum einer Debatte über seine mutmaßliche Nähe zu Moskau: In einem durchgesickerten Telefonat mit Putins Berater Juri Uschakow sprach Witkoff von "tiefstem Respekt" für den Kremlchef und deutete einen möglichen Deal an: "Donezk und ein Gebietsaustausch irgendwo." Er empfahl zudem ein Gespräch, in dem Putin Donald Trump zu dessen Gaza-Plan gratulieren und ihn als "Mann des Friedens" loben solle.
Anne Applebaum von The Atlantic nennt das Timing des Telefonats "besorgniserregend": Es fand kurz vor einem Treffen zwischen Trump und Selenskyj statt, bei dem über verstärkten Druck auf Russland gesprochen werden sollte. Laut Applebaum versucht Witkoff, den Eindruck zu erwecken, ein Friedensabkommen sei möglich - ohne zusätzlichen Druck auf Moskau. Sie warnt: Eine Lösung nach russischem Muster dürfte die Ukraine dauerhaft schwächen und Europas Sicherheit gefährden.
Die Journalistin weist darauf hin, dass die USA und Russland offenbar auch direkte Wirtschaftsverhandlungen führen - es gehe um die Arktis, um Mineralien, Öl, Gas und Infrastruktur.