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KonflikteIran

USA und Iran melden wechselseitigen Beschuss

3. Juni 2026

In Kuwait wurde mindestens ein Mensch getötet. Die OECD sieht gravierende Auswirkungen des Konflikts auf die Weltwirtschaft. In neuen Prognosen geht die Organisation von zwei verschiedenen Szenarien aus.

Iran Straße von Hormus 2023 | Luftaufnahme der Insel Qeschm in der Straße von Hormus
Die USA haben nach eigenen Angaben iranische Militäreinrichtungen auf der oben links erkennbaren Insel Qeschm in der Straße von Hormus attackiert (Archivbild)Bild: Nicolas Economou/REUTERS

Ungeachtet einer geltenden Waffenruhe werden aus der Golfregion erneut wechselseitige Angriffe der USA und des Irans gemeldet. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten ballistische Raketen und Drohnen auf Kuwait und Bahrain. Ziel waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in diesen Ländern. Außerdem sei ein Schiff namens "Panyaya" beschossen worden. Ein iranischer Militärsprecher stellte die Attacken als Vergeltung für einen US-Angriff auf einen Öltanker am Dienstag dar.

Das US-Militär erklärte, die Attacken der Islamischen Republik seien erfolgreich abgewehrt worden. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando CENTCOM dementierte zugleich Behauptungen der Revolutionsgarden, wonach in Bahrain das Hauptquartier der US-Marine im Nahen Osten getroffen worden sei.

"Selbstverteidigungsschläge"

Als Reaktion auf den Beschuss habe man "Selbstverteidigungsschläge" auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt und dort eine iranische Militäreinrichtung angegriffen. Die Mitteilungen der Kriegsparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Der Flughafen in Kuwait wurde von Drohnen getroffen (Archivbild)Bild: Asad/Xinhua/IMAGO

Das kuwaitische Verteidigungsministerium gab indes bekannt, bei einem Drohnenangriff auf den Flughafen Kuwait-Stadt sei mindestens ein Mensch getötet, weitere Personen seien verletzt worden. Im Passagierbereich an Terminal 1 habe es zudem schweren Sachschaden gegeben. Alle für diesen Mittwoch geplanten Flüge wurden ausgesetzt oder auf andere Flughäfen umgeleitet, wie die Behörde für zivile Luftfahrt mitteilte.

"Warnungen ignoriert"

Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten hatten am Vortag einen unbeladenen Öltanker attackiert, der versucht haben soll, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff habe Warnungen ignoriert und sei letztlich mit einer Rakete außer Gefecht gesetzt worden, hieß es.

Die Revolutionsgarden hatten kurz nach Kriegsbeginn die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade, um den Iran am Export von Öl zu hindern. Vor Kriegsbeginn wurde rund ein Fünftel des weltweit importierten Rohöls durch die Meerenge verschifft.

Wartende Schiffe in der Straße von HormusBild: Stringer/REUTERS

Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit dem Ziel, den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt zu öffnen, sind ins Stocken geraten. Während die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, von einem Ende der indirekten Verhandlungen spricht, erklärte US-Präsident Donald Trump, diese liefen ununterbrochen weiter.

OECD senkt Wachstumsprognose

Der seit Monaten andauernde Krieg hat zu steigenden Energiepreisen geführt. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht laut einer aktuellen Prognose davon aus, dass sich das ökonomische Wachstum von 3,4 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,8 Prozent im laufenden Jahr abschwächt, bevor 2027 wieder 3,1 Prozent erreicht werden.

Sollte der Konflikt allerdings bis weit ins Jahr 2027 hinein andauern, so die OECD, dürfte sich das weltweite Wachstum deutlich verlangsamen - auf nur noch 2,1 Prozent im laufenden Jahr und 1,8 Prozent im Jahr 2027.

jj/se (dpa, afp, rtr)

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