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Politik

USA und Südkorea stoppen Großmanöver

3. März 2019

Der amerikanisch-nordkoreanische Gipfel zeigt Wirkung: Gemeinsame Militärübungen der USA und Südkoreas, die Pjöngjang stets ein Dorn im Auge waren, sind eingestellt worden. Stattdessen gibt´s eine kleine Kommandoübung.

Südkorea, Pohang: "Foal Eagle"-Manöver 2015
Bild: picture-alliance/AP/L. Jin-man

Das Feldmanöver "Foal Eagle" - die größte der jährlichen Militärübungen - werde ebenso beendet wie die Kommandoschulung "Key Resolve", teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Damit sollten die diplomatischen Bemühungen um eine vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel unterstützt werden, erklärte das südkoreanische Verteidigungsministerium.

Mit Blick auf Sicherheitsrisiken werde die enge Kooperation der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte aber ebenso beibehalten wie die militärische Handlungsbereitschaft, hieß es aus Washington und Seoul. In Zuge dessen findet jetzt die kleinere Kommandoübung "Dong Maeng" (Allianz) statt, die bis zum 12. März dauern soll. "Diese Übungen sind wichtig, um die Allianz aufrechtzuerhalten und zu stärken", hieß es. Wie viele Soldaten auf beiden Seiten daran teilnehmen werden, ist nicht bekannt.

Pjöngjang fühlte sich provoziert

Die USA und Südkorea hatten in den vergangenen Jahren regelmäßig große Militärübungen abgehalten, um ihre Einsatzbereitschaft für einen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zu testen. Die mehrwöchigen Frühjahrsmanöver lösten immer wieder heftige Proteste der kommunistischen Führung Nordkoreas aus, die den USA Angriffsvorbereitungen unterstellte. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung gegen Bedrohungen durch Nordkorea stationiert.

Der Zerstörer "USS Stethem" während des "Foal Eagle"-Manövers 2017Bild: Reuters/US Navy/K.A. Hatcher

Der Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war am Donnerstag überraschend ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Beide Seiten kamen sich in der zentralen Frage eines Abbaus des Atomwaffenprogramms Nordkoreas nicht näher.

wa/ust/rb (dpa, afp)

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