News kompakt: Erstmals US-Angriff auf Venezuelas Festland
30. Dezember 2025
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump erstmals ein Ziel auf dem venezolanischen Festland angegriffen. Es habe eine große Explosion in einem Hafengebiet gegeben, so Trump, in dem Drogen auf Boote verladen würden.
Unklar ist bislang, wann und wo der Einsatz stattfand und wer den Schlag ausgeführt hat. Nach Recherchen des Senders CNN hat der US-Geheimdienst CIA in diesem Monat eine Hafenanlage an der venezolanischen Küste mit Drohnen angegriffen. Es wäre der erste offiziell bekannte Fall, bei dem die USA seit Beginn ihres Vorgehens gegen die Regierung von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro in dem südamerikanischen Staat ein Ziel an Land beschossen hätten.
Russland wirft Ukraine Angriff auf Putin-Residenz vor
Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow soll die Ukraine versucht haben, eine Residenz von Präsident Wladimir Putin in der Provinz Nowgorod anzugreifen. Russlands Flugabwehr habe alle Drohnen zerstört. Es gebe weder Schäden noch Verletzte. Die russischen Behauptungen sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.
Lawrow kündigte eine Reaktion an. Die Ziele für die Vergeltungsschläge in der Ukraine seien bereits festgelegt. Der russische Machthaber Wladimir Putin will mit Hinweis auf den angeblichen Vorfall seine Position über ein Kriegsende noch einmal überarbeiten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen aus Russland zurück und sprach von einer Lüge. Es handele sich um einen Vorwand, so Selenskyj, um russische Schläge auf Regierungsgebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw vorzubereiten.
Hamas meldet nach langem Zögern den Tod von Führungskadern
Die radikalislamische Hamas hat offiziell bestätigt, dass fünf führende Mitglieder bei israelischen Angriffen während des Kriegs im Gazastreifen ums Leben gekommen sind. Unter den Toten ist laut einer Mitteilung der palästinensischen Terrororganisation auch der ehemalige Sprecher des militärischen Hamas-Flügels, Abu Obeida. Israel hatte bereits Ende August bekanntgegeben, dass Obeida bei einem Luftangriff in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer Gazastreifen getötet worden sei. Die Hamas hatte dies zunächst nicht bestätigt.
Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas vor zwei Jahren hat Israel zahlreiche ranghohe Hamas-Anführer im Gazastreifen sowie im Ausland getötet. Auch nach Beginn einer Waffenruhe am 10. Oktober haben israelische Einheiten Angriffe auf Hamas-Mitglieder fortgesetzt. Die Hamas und andere palästinensische Terrorgruppen hatten am 7. Oktober 2023 Ortschaften und ein Popfestival im Süden Israels überfallen, dabei mehr als 1200 Menschen getötet sowie rund 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Kriege und Hunger bestimmen das Leben von Millionen Kindern
Nie zuvor wuchsen so viele Mädchen und Jungen in Krisen- und Konfliktgebieten auf wie heute. Das berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF in seiner Jahresbilanz. Fast jedes fünfte Kind sei betroffen. Das sind den Angaben zufolge beinahe doppelt so viele wie Mitte der 1990er-Jahre. In Kriegsgebieten wie in der Ukraine und im Sudan seien viele Heranwachsende täglich in Lebensgefahr. Eine Verbesserung zeichne sich nicht ab.
Zudem gebe es bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung kaum Fortschritte. UNICEF verzeichnet auf dem afrikanischen Kontinent sogar eine Verschlechterung der Lage. Laut einem aktuellen Bericht der UN sind weltweit rund 43 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt und 150 Millionen chronisch mangelernährt.
Suche nach MH370 wird fortgesetzt
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Verschwinden des Fluges MH370 wollen Experten endlich die vermisste Maschine der Malaysia Airlines finden. Dazu startet an diesem Dienstag im Indischen Ozean eine neue Suche nach dem Wrack der Boeing 777. Die Spezialfirma Ocean Infinity will nach einer mehrmonatigen Unterbrechung dort ihren Tiefsee-Einsatz fortsetzen.
Die Suche soll in Intervallen insgesamt 55 Tage durchgeführt werden und soll sich auf Gebiete konzentrieren, in denen die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, das Wrack zu finden. Berichten zufolge wird 1500 Kilometer vor der Küste von Perth im Westen Australiens gesucht.
Das Flugzeug war im März 2014 aus ungeklärten Gründen auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Die Maschine stürzte mit 239 Menschen an Bord an einem unbekannten Ort ins Meer.
Dänemark stoppt Briefzustellung
Die dänische Post verteilt an diesem Dienstag zum letzten Mal Briefe an die Haushalte in dem nordeuropäischen Land. Das staatliche Postunternehmen Postnord hatte im März mitgeteilt, die Briefzustellung zum Jahresende einzustellen. Ebenso sollen vor dem Jahreswechsel sämtliche öffentliche Briefkästen in Dänemark entfernt werden. Briefmarken werden schon seit dem 18. Dezember nicht mehr verkauft.
Grund ist die starke Digitalisierung. Auch der Großteil des Schriftverkehrs mit öffentlichen Stellen findet in dem Mitgliedsstaat der Europäischen Union längst über digitale Plattformen statt. Wer in Dänemark künftig Briefe verschicken möchte, kann sie in landesweit 1500 Shops auf den Weg bringen. Die Sendungen werden dann von einer Privatfirma zugestellt.
AR/rb/pgr (dpa, rtr, ap, afp, kna, epd, NDR)
Dieser Artikel wurde um 9.15 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.