News kompakt: Machado übergibt Trump Nobelpreis-Medaille
16. Januar 2026
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado im Weißen Haus empfangen, um über die politische Zukunft Venezuelas zu beraten. Dabei hat Machado ihre Friedensnobelpreis-Medaille dem US-Präsidenten überreicht. Dies sei eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts, ließ Trump nach dem Treffen auf seiner Social-Media-Plattform verlauten. Das Nobelpreis-Institut in Oslo hatte allerdings schon klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte mit, Trump bleibe bei seiner Einschätzung, dass Machado kurzfristig nicht die nötige Unterstützung habe, um das Land zu führen. Der US-Präsident hatte zuvor bereits Zweifel an Machados Rückhalt geäußert und die Übergangspräsidentin des Landes, Delcy Rodriguez, gelobt.
USA verlegen Medien zufolge Flugzeugträger nach Nahost
Nach den Drohungen gegen den Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihre Militärpräsenz im Nahen Osten. Die Zeitung "New York Times" berichtet unter Berufung auf zwei US-Beamte, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und einige Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region. Bis zur Ankunft dauere es etwa eine Woche.
Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht. Es könnten Kampfflugzeuge folgen. Auch das US-Medium "Axios" meldet, der Flugzeugträger sei auf dem Weg in die Region. Eine Bestätigung des Verteidigungsministeriums in Washington gibt es bislang nicht.
Südkoreas Ex-Präsident Yoon muss für fünf Jahre ins Gefängnis
Ein südkoreanisches Gericht hat den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol zu einer fünfjährigen Haftstrafe wegen Behinderung der Justiz verurteilt. Vor gut einem Jahr hatte der konservative Politiker überraschend das Kriegsrecht verhängt und das ostasiatische Land in eine Staatskrise gestürzt. Das zentrale Bezirksgericht in Seoul befand nun, dass der 65-Jährige unter anderem mit Hilfe des präsidialen Sicherheitsdienstes seine Verhaftung verhindert sowie mehrere Beweisdokumente gegen ihn gelöscht hat.
Es ist das erste Urteil in den Strafverfahren, denen sich Yoon wegen der Ereignisse im Dezember 2024 stellen muss. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden.
Neue US-Sanktionen gegen iranische Politiker
Die US-Regierung reagiert auf das brutale Vorgehen des Regimes in Teheran gegen Proteste im Iran mit weiteren Sanktionen. Betroffen ist diesmal unter anderem der Generalsekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani. Er sei einer der ersten ranghohen Politiker gewesen, der zu einer gewaltsamen Niederschlagung der Demonstrationen aufgerufen habe, so die Begründung aus den USA.
Laridschani ist eine Schlüsselfigur in der Islamischen Republik und gehört zu den engsten Vertrauten des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei. Die Sanktionen richten sich auch gegen Militärkommandeure in den Provinzen Fars und Lorestan.
US-Einheiten beschlagnahmen erneut Öltanker in der Karibik
US-Einheiten haben erneut einen Öltanker in der Karibik unter ihre Kontrolle gebracht. Marineinfanteristen hätten den Tanker "Veronica" beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) mit. US-Heimatschutzministerin Kristi Noem betonte, dass es sich um einen sanktionierten Tanker handele, der venezolanische Gewässer durchquert und gegen eine von Präsident Trump verhängte Blockade verstoßen habe.
Die USA haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht mit der Begründung, das südamerikanische Land habe Öl und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen - diese müssten zurückgegeben werden.
Wohnungsnot in Deutschland verschärft sich laut Studie
In Deutschland fehlen einer Analyse zufolge derzeit rund 1,4 Millionen Wohnungen. Das geht aus dem sogenannten Sozialen Wohn-Monitor 2026 hervor, den das Pestel-Institut und das Verbändebündnis Soziales Wohnen veröffentlichten. Der Mangel betrifft demnach "fast ausschließlich" günstigere Wohnungen sowie Sozialwohnungen.
Vor allem jüngere Menschen sowie Ältere treffe die Entwicklung besonders hart, hieß es. Der Untersuchung zufolge gleicht der Wohnungsneubau den Bedarf nicht annähernd aus.
pg/haz/AR (dpa, afp, rtr, epd)
Dieser Artikel wurde um 9.10 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.