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PolitikVenezuela

Internationale Airlines setzen Flüge nach Venezuela aus

23. November 2025

Seit Monaten bauen die USA ihre Militärpräsenz im Karibikraum aus. Nun warnen US-Behörden vor Gefahren im Luftraum über Venezuela - beim offiziellen Kampf gegen Drogenschmuggel und Staatschef Maduro.

Nicolás Maduro spricht zu Anhängern (15. November 2025)
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro: Die USA setzen ihn weiter unter Druck Bild: Pedro Mattey/Anadolu Agency/IMAGO

Sechs internationale Fluggesellschaften haben laut offiziellen Angaben ihre Verbindungen nach Venezuela gestrichen. Es handelt sich um die spanische Airline Iberia, die portugiesische TAP, die chilenische Latam, die kolumbianische Avianca, die brasilianische Fluggesellschaft GOL und die Caribbean aus Trinidad und Tobago. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte am Freitag gewarnt, Flugzeuge, die den Luftraum über Venezuela durchquerten, sollten "Vorsicht walten lassen". Es gebe eine "potentiell gefährliche Situation". Zur Begründung verwiesen die Amerikaner auf die "sich verschlechternde Sicherheitslage und die verstärkten militärischen Aktivitäten in oder um Venezuela".

Größter US-Flugzeugträger nun auch in der Region

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in den Karibikraum verlegen lassen - nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Der größte Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford", traf Mitte November mit mehr als 4500 Soldaten in der Region ein.

Seit September wurden bei mehr als 20 US-Angriffen auf mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Ostpazifik mindestens 83 Menschen getötet. Menschenrechtsorganisationen verurteilen das Vorgehen als illegale Tötungen. 

Verdeckte Operationen in Venezuela geplant 

Hochrangige Regierungsbeamte in Washington, die namentlich nicht genannt werden wollen, erklärten nun, die USA bereiteten eine neue Phase ihrer Operationen gegen Venezuela vor. Damit wolle Trump den Druck auf Staatschef Nicolás Maduro erhöhen, sagten sie der Nachrichtenagentur Reuters. "Präsident Trump ist bereit, alle Machtmittel Amerikas einzusetzen, um die Flut von Drogen in unser Land zu stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen." Verdeckte Operationen seien wahrscheinlich der erste Schritt.

Die Trump-Administration wirft Maduro vor, in illegalen Drogenhandel verwickelt zu sein, was dieser bestreitet. Zwei der "Insider" sagten Reuters, zu den erwogenen Optionen zähle der Versuch, Maduro zu stürzen.

Der größte Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford", ist nun auch im Karibikraum (Archivbild) Bild: Jackson Adkins/U.S. Navy/ABACA/picture alliance

Am Montag wollen die USA zudem das "Cartel de los Soles" als ausländische Terrororganisation einstufen. Die US-Regierung beschuldigt Maduro, das Kartell anzuführen, was dieser ebenfalls zurückweist.

Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich selbst seit einiger Zeit "Kriegsminister" nennt, erklärte, eine solche Einstufung eröffne den USA "eine ganze Reihe neuer Optionen". Trump deutete an, dies könne Angriffe auf die Infrastruktur in Venezuela und auch auf Maduros Vermögen bedeuten. 

Maduro seit 2013 an der Macht

Maduro herrscht seit 2013 zunehmend autokratisch als Präsident in Venezuela. Er erklärte bereits mehrfach, Trump wolle ihn stürzen. Das venezolanische Volk sowie das Militär würden sich einem solchen Versuch widersetzen.

Im August hatten die USA das Kopfgeld für Informationen, die zur Festnahme Maduros führen, auf 50 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) verdoppelt.

se/haz (afp, ap, rtr)

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