USA und Venezuela normalisieren ihre Beziehungen weiter
6. März 2026
Nach sieben Jahren Unterbrechung wollen die USA und Venezuela ihre diplomatischen Beziehungen offiziell wieder aufnehmen. Das US-Außenministerium erklärte, der Schritt werde die gemeinsamen Bemühungen erleichtern, Stabilität, wirtschaftliche Erholung und "politische Versöhnung" in Venezuela zu fördern. "Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft", heißt es in einer Mitteilung.
Trump setzt auf die Zusammenarbeit mit Delcy Rodríguez
Die Übergangsregierung in Caracas sprach von einer neuen Phase eines "konstruktiven Dialogs". Dieser solle auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Außenministerium mit.
Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte. Maduro und dessen Ehefrau waren Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Sie sitzen in New York in Haft, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.
Seitdem setzt US-Präsident Donald Trump auf eine Zusammenarbeit mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez, Maduros früherer Stellvertreterin. Der US-Präsident verlangt unter anderem Zugang zu den riesigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes.
María Corina Machado kündigte ihre baldige Rückkehr an
Seit Maduros Sturz haben bereits zwei US-Minister Venezuela besucht: Im Februar reiste US-Energieminister Chris Wright nach Venezuela und kündigte an, eine "drastische Steigerung" der Ölproduktion in dem Land voranzutreiben. US-Innenminister Doug Burgum beendete am Donnerstag einen Venezuela-Besuch. Dabei war es um den Bergbau und die Förderung Seltener Erden gegangen.
Venezuela befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Rodríguez hatte nach Maduros Festnahme als geschäftsführende Präsidentin die Führung übernommen. Sie gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes.
Vor ein paar Tagen kündigte auch die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado ihre baldige Rückkehr in ihr Heimatland an.
pg/se (dpa, afp, rtr, epd)
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