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Viele Deutsche sind überschuldet

6. November 2013

Fast zehn Prozent der erwachsenen Deutschen haben mehr Schulden als sie zurückzahlen können. Zu diesem Ergebnis kommt der neue "Schuldneratlas", der regelmäßig von der Auskunftei Creditreform vorgestellt wird.

Symbolbild Pleite und Schulden (Foto: Fotolia)
Bild: Fotolia

Gegenüber dem vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Deutschen, die hohen Schulden haben, zwar kaum verändert, sie ist aber nach wie vor sehr hoch: 6,58 Millionen Menschen waren im Oktober 2013 überschuldet, so die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Das sind rund 9,8 Prozent der volljährigen Erwachsenen in Deutschland. Überschuldet bedeutet, dass diese Menschen so viel an Schulden angesammelt haben, dass sie auch langfristig nicht in der Lage sind, dieses Geld zurückzuzahlen.

Gute Wirtschaftslage führt nicht zu weniger Schuldnern

Hauptursachen für Überschuldung sind laut Creditreform weiterhin Arbeitslosigkeit, die familiäre Situation, Krankheit, zu hohe Ausgaben für Konsum und gescheiterte Selbstständigkeit. Da die wirtschaftliche Lage in Deutschland aber mittlerweile deutlich besser ist und die Arbeitslosigkeit zuletzt gesunken ist, habe die Arbeitslosigkeit als Schuldenursache in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren, so die Autoren der Studie. Das gleiche gelte für die gescheiterte Selbstständigkeit, da die Gründerzahlen gesunken seien.

Konsum: Immer häufiger finanziert per Kredit

Deutlich zugenommen hat laut Creditreform allerdings Krankheit als Ursache für Überschuldung. Das gleiche gilt demnach für zu hohe Konsumausgaben. Damit zeige sich die Kehrseite des wirtschaftlichen Aufschwungs. Verbraucher würden sich derzeit eher trauen, für ihren Konsum Kredite aufzunehmen. Den höchsten Anteil überschuldeter Bürger haben vor allem größere Städte. An der Spitze steht Bremerhaven, wo fast 20 Prozent der volljährigen Erwachsenen ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können.

bru/kle (dpa, AFP)

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