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Politik

Viele Tote bei Kämpfen in Mali

2. Oktober 2019

Die Ziele der mutmaßlichen Islamisten-Angriffe waren zwei Armeelager im Zentrum des Landes. Mindestens 25 Soldaten sind ums Leben gekommen. Das ist größte Opferzahl der malischen Streitkräfte in diesem Jahr.

Symbolbild Anschlag auf Militärbasis in Mali
Ein Armeelager der malischen Streitkräfte (Archivbild)Bild: picture-alliance/dpa/M. de Martignac

Weitere 60 Soldaten würden vermisst, erklärte die Regierung. Die schweren Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen fanden im Süden von Mali statt. Regierungssprecher Yaya Sangare teilte mit, dass bei den Gefechten an der Grenze zu Burkina Faso auch 15 Terroristen getötet wurden. Die Anschläge fanden fast zeitgleich auf den Militärbasen in Boulikessi und Mondoro statt.

Im Lager Boulikessi griffen demnach Al-Kaida-Extremisten die regionale G5-Sahel-Truppe an. Die Gruppe benutzte schwere Waffen und verursachte "hohe Materialverluste und große Schäden", so Regierungssprecher Sangare. Bei dem zweiten Angriff auf das Lager Mondoro seien auch zwei Zivilisten getötet worden, berichtet ein Anwohner. 

Ein Bundeswehrsoldat sichert eine Militärbasis in MaliBild: picture-alliance/NurPhoto/M. Heine

Malische Soldaten kämpfen gegen militante Gruppen mit Verbindungen zur Al-Kaida oder zum "Islamischen Staat". In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind viele bewaffnete Gruppen aktiv. Vor allem in Mali, aber auch in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger, kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen. Auch die deutsche Bundeswehr ist in Mali präsent: Rund 1000 deutsche Soldaten beteiligen sich an einer UN-Mission.

nob/rb (rtr, afp)

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