Vier Tote bei Feuer in Pforzheim
20. Oktober 2015
Bei einem Dachstuhlbrand in Pforzheim in Baden-Württemberg sind vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden schwer und zwei leicht verletzt. In dem Haus wohnten überwiegend Ausländer. "Aber es gibt keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund", sagte ein Polizeisprecher. Die Identität der Opfer war am frühen Dienstagmorgen noch unklar.
Die vier Todesopfer hielten sich womöglich in dem Dachstuhl auf, als dieser in Flammen aufging. "Wir hatten kurz nach Mitternacht mehrfache Notrufe. Der Dachstuhl stand in Vollbrand", berichtete der Sprecher. Einer der Schwerverletzten sprang vermutlich aus einem der oberen Geschosse des Hauses auf die Straße, um sich zu retten. Die benachbarten Gebäude, die Wand an Wand an das Mehrfamilienhaus grenzen, mussten nicht evakuiert werden.
Das Haus befindet sich in einem Stadtteil direkt am Fluss Nagold, der laut Behörden "überwiegend von sesshaften ausländischen Mitbürgern benutzt" wird. Es sei aber "keine Asylbewerberunterkunft".
In Gudensberg in Nordhessen wurden zwölf Menschen beim Brand eines Fachwerkhauses verletzt, in dem Ausländer wohnten. Fünf von ihnen erlitten schwere Verletzungen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. In dem Haus hätten überwiegend bulgarische sowie einige polnische Arbeiter und ihre Familien gelebt. Flüchtlinge waren dort nicht untergebracht.
Warum das Gebäude am Montagabend in Brand geriet, war zunächst unklar. Der Polizei lagen nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf einen möglichen Anschlag vor. "Wir haben keinerlei Erkenntnisse", hieß es. Das Haus im Zentrum der Kleinstadt brannte fast komplett aus und stürzte ein.
In Remseck in Baden-Württemberg wurde ein von Asylbewerbern bewohntes Haus in Brand gesteckt. Vom Feuer betroffen war in der Nacht zum Dienstag der vordere Bereich des Gebäudes, vermutlich ein Gasthaus. Die Flüchtlinge waren demnach in einem Anbau untergebracht, der zunächst nicht in Gefahr war, wie von den Behörden verlautete. Es gab offenbar keine Verletzten. Das Feuer sei vorsätzlich gelegt worden, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat würden geprüft.
SC/stu (dpa, ARD)