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KatastropheBelgien

Mindestens vier Tote bei Schulbus-Unglück in Belgien

26. Mai 2026

Warum der Fahrer trotz geschlossener Schranke auf ein Bahngleis fuhr, ist unklar. Ein Regionalzug prallte mit großer Wucht auf den Kleinbus.

Belgien Buggenhout 2026 | Ein schwer beschädigtes Fahrzeug steht neben einem Bahnübergang, daneben mehrere Helfer mit Warnwesten
Die Unglücksstelle in BuggenhoutBild: Bert Van Den Broucke/Photo News/IMAGO

In Belgien sind beim Zusammenstoß eines Zuges mit einem Schulbus mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere wurden schwer verletzt. Der Unfall geschah an einem Bahnübergang im flämischen Ort Buggenhout nördlich von Brüssel.

Wie Verkehrsminister Jean-Luc Crucke mitteilte, starben der 49 Jahre alte Fahrer des Kleinbusses, zwei Jugendliche und eine Begleitperson. Insgesamt hätten sieben Minderjährige und zwei Erwachsene in dem Fahrzeug gesessen.

Schranke war geschlossen

Einem Bahnsprecher zufolge ereignete sich das Unglück kurz nach 8.00 Uhr an diesem Dienstagmorgen. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Nach Angaben der Behörden war die Schranke am Bahnübergang geschlossen; auch das rote Signallicht leuchtete. Überwachungsvideos zeigen, dass der Bus dennoch in den Gleisbereich fuhr.

Laut dem belgischen Sender VRT betätigte der Zugführer noch die Notbremse, er konnte die Kollision jedoch nicht mehr verhindern. Eine Polizeisprecherin sagte, die Regionalbahn sei mit etwa 120 Kilometern pro Stunde auf den Bus geprallt, der dabei gegen einen Kabelmast in 15 Metern Entfernung geschleudert worden sei.

Aufprall "extrem heftig"

Der Unfallort liegt nur rund einen Kilometer vom Bahnhof in Buggenhout entfernt, weshalb die Geschwindigkeit des Zuges bereits verringert war. Ein Bahnsprecher beschrieb den Zusammenstoß gleichwohl als "extrem heftig".

Regierungschef Bart De Wever drückte seine Anteilnahme aus. Seine Gedanken seien bei den betroffenen Familien, schrieb er im Onlinedienst X. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte ebenfalls auf X: "Europa trauert heute mit Belgien."

jj/gri (dpa, afp)

Redaktionsschluss 17.50 Uhr (MESZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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