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Vietnam: Kampf um die Bären

07:05

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10. Juni 2014

Der Gallensaft von Bären gilt in Vietnam als Potenzmittel - das Fleisch seltener Schlangen als Delikatesse. Je wohlhabender die Menschen in Vietnam werden, desto mehr Wildtiere werden gejagt. Reiche Hauptstädter konsumieren, was in den Nationalparks des Landes gefangen wird. Für die einen ist die Nutzung der Wildtiere ein Statussymbol geworden, für andere sind es lebenswichtige Einnahmen.

In Vietnam verschwinden viele Arten schneller als ihre Lebensräume: Krokodile, Großschlangen, Bären, Affen, Stachelschweine. Experten schätzen, dass in den letzten 40 Jahren mindestens zwölf Spezies von Wirbeltieren und 200 Vögel ausgerottet wurden. Doch mittlerweile engagieren sich viele Vietnamesen für den Schutz ihrer Wildtiere. In Hanoi kämpft die Nichtregierungsorganisation „Education for Nature – Vietnam“ mit einer Aufklärungskampagne gegen den Konsum von Wildtier-Fleisch. Deren Mitarbeiter kontrollieren Restaurants und Straßenmärkte und engagieren sich in einem von der Regierung betriebenen "Rescue-Center" wo misshandelte Wildtiere Unterschlupf finden. Eine andere Organisation, der WWF Vietnam, bildet im Zentrum des Landes - im Saola Nature Reserve – ehemalige Wilderer zu Wildtierhütern aus. Sie sollen die Nationalparks kontrollieren, in denen Einheimische mit selbstgebauten Fallen Tiere fangen. Der WWF unterstützt auch die lokale Produktion von Rattanmöbeln. Vielen Einwohnern wird so eine neue, wildtierschützende Einnahmequelle geboten.