Abraham Lincoln
10. Februar 2009
Abraham Lincoln ist – neben George Washington, Benjamin Franklin und Thomas Jefferson – eine der berühmtesten Persönlichkeiten der amerikanischen politischen Kultur.
Dabei war er zu Lebzeiten durchaus umstritten – angefeindet nicht nur von seinen Gegnern im Süden, sondern immer wieder angegriffen auch im eigenen Lager.
Man warf ihm, dem Oberbefehlshaber der Armee, eine unglückliche Auswahl seiner Generäle vor, außerdem abwechselnd Unentschlossenheit, Starrsinn und unqualifizierte Einmischung – und damit indirekt den Tod Zigtausender junger Männer im Bürgerkrieg. Dieser Krieg – die blutigste Auseinandersetzung zwischen den Napoleonischen Schlachten und dem Ersten Weltkrieg – beherrschte Lincolns ganze Präsidentschaft. Dass ausgerechnet Lincoln ihn führen musste – er, der wie wohl kein anderer Politiker seiner Generation in Amerika zu Verständnis fähig und zur Verständigung bereit war – gehört zu seiner ganz persönlichen Tragik.
Ein Mann von historischer Bedeutung
Am 12. Februar 1809 wurde Abraham Lincoln in Hodgednvill in Kentucky geboren. 1859 wurde der Republikaner, der als gemäßigter Gegner der Sklaverei galt, zum Präsidenten der USA gewählt. Sein Amtsantritt markierte den Beginn der Sezession: die Südstaaten verließen die Union.
Obwohl Lincoln die Abschaffung der Sklaverei nie als oberstes Kriegsziel verfolgt hatte, war ihm klar, dass die Sklavenbefreiung den Süden wirtschaftlich und militärisch schwer treffen - und damit kriegsentscheidend im Sinner der Nordstaaten sein würde.
In Lincolns 200. Geburtsjahr hat mit Barack Obama zum ersten Mal ein Afroamerikaner der Amtseid als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika abgelegt. Lincoln zählt zu Obamas großen politischen Vorbildern.
"Von der Blockhütte ins Weiße Haus" - ein DW-World.de-Dossier über das politische Wirken von Abraham Lincoln und sein Vermächtnis.