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VW dreht weiter auf

Klaus Ulrich26. April 2012

Die Absatzkrise in Südeuropa hat die Erfolgsfahrt von Volkswagen nicht gestoppt: Europas größter Autobauer überrascht die Fachwelt mit einer kräftigen Steigerung des Gewinns.

Mitarbeiter arbeiten in Wolfsburg im Werk der Volkswagen AG an VW Tiguan (Foto: dapd)
Deutschland Wirtschaft Volkswagen veröffentlicht Ergebnis des 1. Quartals 2012Bild: dapd

Analysten hatten bei Volkswagen mit einem deutlich niedrigerem Gewinn gerechnet. Als Gründe sahen sie die Schuldenkrise und hohe Investitionen in die Produktion. Doch der Profit kletterte im ersten Quartal um zehn Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro. Die Anleger griffen nach der Bekanntgabe der Zahlen beherzt zu und schickten die VW-Aktie mit einem Kursaufschlag von mehr als sechs Prozent an die Spitze der Gewinnerliste im Leitindex Dax.

Während die anderen europäischen Massenhersteller durch die Bank unter Absatzeinbrüchen leiden und ihre Werke nicht auslasten können, steigerte VW die Auslieferungen weltweit um elf Prozent. Den Umsatz schraubte der Konzern im ersten Quartal sogar um mehr als ein Viertel auf gut 47 Milliarden Euro und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen deutlich. Dazu trug auch die volle Einbeziehung des Münchner Lkw-Bauers MAN in die Bilanz bei, den VW im Herbst unter seine Kontrolle gebracht hatte, und der mit der schwedischen VW-Tochter Scania enger zusammenarbeiten soll.

Vorsichtige Prognose

Für das Gesamtjahr behielt der Vorstand die vorsichtige Prognose bei, der zufolge Absatz und Umsatz zwar zulegen, der Betriebsgewinn aber auf der Stelle treten wird. Konzernchef Martin Winterkorn hatte bereits im März angekündigt, dass VW nach dem historischen Gewinnplus des abgelaufenen Jahres vorübergehend einen Gang zurückschalten werde. Als Grund führte er das neue Baukastensystem an, auf das die Werke derzeit umgestellt werden. Die Einführung des "Modularen Querbaukastens" lässt sich VW in den nächsten Jahren rund 15 Milliarden Euro kosten. Durch das neue Produktionssystem sollen die Kosten später um bis zu 30 Prozent sinken, da die Zahl der Gleichteile steigt und sich die Entwicklungszeiten verkürzen.

ul/wen (rtr, dapd, dpa)

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