Wadephul: Zweifel an Putins Verhandlungsbereitschaft

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Im Rahmen seiner Antrittsreise durch Asien hat Bundesaußenminister Johann Wadephul in einem Interview mit der Deutschen Welle Einschätzungen zur aktuellen Lage im russischen Krieg gegen die Ukraine abgegeben. Zudem kritisierte er Israels angekündigte Siedlungspläne, sprach sich aber gegen eine Anerkennung eines palästinensischen Staates zum jetzigen Zeitpunkt aus.
Auszug aus dem Interview:
DW: Herr Minister, ist die Ukraine, ist Europa in den letzten Tagen sicherer geworden?
Johann Wadephul: Es gibt eine gute Chance, dass es eine Entwicklung in Richtung Sicherheit, auch Frieden gibt. Immerhin hat der amerikanische Präsident sich sehr engagiert und dafür gesorgt, dass auch der russische Präsident mal grundsätzlich darüber nachdenkt, mit dem Schießen und dem Kämpfen und den Angriffen gegen die Ukraine aufzuhören und mit der Ukraine über eine friedliche Lösung zu sprechen. Positiv ist auch, dass der amerikanische Präsident der Ukraine Sicherheitsgarantien in Aussicht gestellt hat. Das sind Anzeichen dafür, dass es eine gute Entwicklung geben kann - das erste Mal in diesem schrecklichen Krieg. Aber alle warten jetzt darauf, dass Wladimir Putin wirklich ernsthaft bereit ist, über eine Beendigung dieses Krieges zu führen. Auf dem Schlachtfeld sieht es bedauerlicherweise immer noch völlig anders aus.