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Feuer bedroht Öl-Anlagen in Kanada

17. Mai 2016

Eigentlich schien die Waldbrand-Gefahr in der kanadischen Provinz Alberta gebannt. Doch das Feuer wurde durch drehende Winde neu entfacht und bedroht wieder Öl-Anlagen. Erneut mussten Menschen ihre Häuser verlassen.

Kanada Waldbrände bei Fort McMurray
Das Feuer wurde bei Fort McMurray neu entfachtBild: Getty Images/AFP/C. Burston

Die seit zwei Wochen tobenden Waldbrände in der Ölregion der kanadischen Provinz Alberta haben sich nach Norden ausgeweitet und bedrohen weitere Ölsand-Anlagen. Wegen des plötzlichen Richtungswechsels der Feuerfront mussten rund 4000 Arbeiter aus ihren Unterkünften vor der Stadt Fort McMurray evakuiert werden, wie die Behörden am späten Montagabend mitteilten. Die außerhalb der Stadt gelegenen Ölsand-Firmen hatten eigentlich geplant, die Produktion wieder hochzufahren, und deshalb in den vergangenen Tagen Angestellte einfliegen lassen.

90.000 Menschen verließen ihre Häuser

Die rund 90.000 Einwohner von Fort McMurray mussten schon vor zwei Wochen ihre Häuser verlassen und können weiterhin nicht in die Stadt zurück. Das Feuer hat nach bisherigem Kenntnisstand über 2400 Wohnhäuser und andere Gebäude zerstört. Weitere 530 Bauwerke wurden zum Teil schwer beschädigt. Die restlichen 25.000 Gebäude in Fort McMurray, darunter das Krankenhaus, das Wasserwerk und der Flughafen, seien durch den heroischen Einsatz der Feuerwehr gerettet worden, lobte Kanadas Regierungschef Justin Trudeau. Er versprach Hilfe beim Wiederaufbau, wenn nötig über Jahre.

Kanadas Finanzminister Bill Morneau sagte dem Sender CBC News, die Feuer von Fort McMurray seien eine Herausforderung für die Wirtschaft und die Menschen. Die Höhe der Kosten könnte aber noch nicht beziffert werden. Die Produktionsausfälle in Kanada führten zusammen mit einem gesunkenen Angebot in anderen Ländern in den vergangenen Tagen bereits zu einem Anstieg des Ölpreises.

as/sti (rtr, ape, dpa)


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