Regina Niedenzu
13. September 2026Anzeige
In Spanien ist normal, was US-amerikanische Eltern womöglich schockieren würde: Um 23 Uhr an einem beliebigen Wochentag wimmelt es von Kleinkindern auf den Plazas. Spanische Kinder gehen so spät ins Bett wie nirgendwo sonst in Europa – und ihre Eltern finden das völlig normal.
Doch dahinter steckt kein Laissez-faire, sondern eine bewusste Haltung: Kinder werden nicht ins Bett geschickt, damit der Erwachsenenabend beginnt, sondern sie sind selbstverständlicher Teil des sozialen Lebens – beim späten Abendessen, auf dem Dorffest, im Restaurant.
Wir fragen: Ist das unverantwortlich oder steckt dahinter ein Erziehungsmodell, von dem andere Kulturen etwas lernen können? Wir haben eine Familie in Galicien einen Tag lang begleitet.
