Was ihr wollt
22. August 2003
Paris, gesehen von William Klein, in Mailand
Der amerikanische Fotograf William Klein (75) lebt seit über 50 Jahren in Paris - und hat die französische Hauptstadt in all ihren Facetten abgelichtet. Nie geht es ihm dabei um Monumente oder Sehenswürdigkeiten, sondern vielmehr um das pulsierende Leben in der Metropole, um Menschen und Menschlichkeit. Die rund 100 Aufnahmen, die jetzt der Spazio Oberdan in Mailand zeigt, sind mal lebendig und ironisch-humorvoll, mal melancholisch und erschütternd. Die Bunt- und Schwarz-Weiß-Fotos erzählen von den einfachen Menschen auf den Straßen von Paris, von der Welt der Mode, dem Leben der Polizisten, der Metro oder auch den Märkten. Die Schau "Paris+Klein" ist bis zum 28. September geöffnet.
Täglich 10 bis 19.30 Uhr; Dienstag und Donnerstag bis 22 Uhr; montags geschlossen
Lüttich verlängert Simenon-Ausstellung
Wegen ihres großen Erfolges wird die Ausstellung über den Krimi- und Romanautor Georges Simenon im belgischen Lüttich bis zum 9. November verlängert. Das teilte das Tourismusamt der Stadt mit. Der gebürtige Lütticher Simenon, Vater des berühmten Kommissars Maigret, wäre am 13. Februar 100 Jahre alt geworden. Die in einem großen Zelt in der Stadtmitte untergebrachte Ausstellung zeigt Fotos und Dokumente aus seinem Leben. Nachgebildet ist unter anderem eine Schiffskabine des weit gereisten Schriftstellers und das Büro von Kommissar Maigret bei der Pariser Police Judiciaire.
Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Inspiration "La Ruche" in Cortina d'Ampezzo
Anfang des 20. Jahrhunderts zog es viele Avantgarde Künstler ins Pariser Viertel Montparnasse, wo sie für einen symbolischen Mietpreis in dem Atelier "La Ruche" unterkamen. Hier arbeiteten unzählige Maler, Bildhauer und Dichter aus der ganzen Welt zusammen, tauschten sich aus und waren sich gegenseitig Inspiration. Zu diesen Künstlern gehörten auch die drei Toskaner Ardengo Soffici, Amedeo Modigliani und Lorenzo Viani, die während ihrer Zeit im "La Ruche" neue Stile entwickelten und eine besonders kreative Phase erlebten. Die Ausstellung "Aria di Parigi" in der Galleria d'Arte Frediano Farsetti im norditalienischen Cortina d'Ampezzo zeigt nur noch bis zum 31. August Werke aus der Pariser Zeit dieser bedeutenden italienischen Künstler.
Täglich 10 bis 13 Uhr und 16 bis 20 Uhr; Informationen unter Tel. 0039-0436-866920
"Sound Systems" in Salzburg
Das Verhältnis von Hören und Sehen in der zeitgenössischen Kunst untersucht eine Ausstellung im Künstlerhaus Salzburg. Unter dem Titel "Sound Systems" präsentiert der Kunstverein bis 12. Oktober Werke von elf internationalen Künstlern, die Musik und Klang als gestalterisches Element in ihrer Arbeit verwenden. Der Bogen reicht dabei von klassischer Musik als Inspirationsquelle oder Themengeber bis hin zu Installationen mit Tonexperimenten. Ilmars Blumbergs und Viesturs Kairiss aus Lettland etwa stellen in "Magic Flute" eine filmische Parallele zwischen Mozarts Begräbnis in einem Armengrab zur Situation im heutigen Riga her.
Dienstag bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr