Weiter Streik am Frankfurter Flughafen
22. Februar 2012
Mittwochmorgen in Frankfurt am Main, es ist der fünfte Streiktag. In Agenturberichten ist von einem ruhigen Beginn die Rede. Der Flughafenbetreiber Fraport rechnet damit, dass wie bereits zu Wochenbeginn rund 80 Prozent der geplanten Flüge starten und landen können. "Wir gehen davon aus, dass wie am Montag und Dienstag alles sehr geregelt und ruhig ablaufen wird", sagte ein Unternehmenssprecher. Von den insgesamt 1.260 geplanten Flügen wurden am Morgen etwa 165 Inlands- und innereuropäische Flüge annulliert. Es könnten aber bis zum Abend noch einige Reiseverbindungen dazukommen.
Aushilfskräfte machen den Job
Und das wird wohl noch bis Ende der Woche so weitergehen. Bis dahin haben Passagiere und Fluggesellschaften mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. Der Streik der etwa 200 Beschäftigten auf dem Vorfeld des Flughafens soll nach dem Willen der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) noch bis Freitagabend dauern.
Keine Gespräche, keine Annäherung
Die Situation ist festgefahren. Gespräche zwischen den Tarifparteien gab es zuletzt nicht mehr. Die Firma Fraport setzt Aushilfskäfte ein, die nach Agenturberichten die Abwicklung des Verkehrs auf dem Vorfeld immer besser in den Griff bekommen.
Die Gewerkschaft fordert in der Tarifauseinandersetzung Gehaltssteigerungen zwischen 30 und 47 Prozent, je nach Beschäftigten-Gruppe. Begründet wird dies damit, dass die Arbeitsbelastung nach der Inbetriebnahme der vierten Bahn am größten deutschen Airport gestiegen sei. Eine Argumentation, der sich der Arbeitgeber noch nicht so recht anschließen kann.
ml/sti (dpa,dapd)