1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Weitere Flüchtlingstragödie im Mittelmeer

10. Mai 2019

Die Vereinten Nationen gehen von mindestens 65 Menschen aus, die ums Leben kamen, als ihr Boot vor Tunesien unterging. Fischer, die zur Hilfe kamen, konnten 16 Migranten retten.

Flüchtlinge auf Schiff im Mittelmeer
Nicht immer können Migranten im Mittelmeer aus Seenot gerettet werden (Symbolbild)Bild: Getty Images/D. Ramos

Wie die Migrationsbehörde der Vereinten Nationen mitteilte, war das Boot mit den Migranten vor der tunesischen Küste gekentert. Nach Angaben von Überlebenden befanden sich afrikanische Flüchtlinge auf dem Boot. Die meisten kamen aus Ländern südlich der Sahara. Das Schiff war am Donnerstag von der libyschen Stadt Suara aus in See gestochen um Italien zu erreichen, wie das tunesische Verteidigungsministerium mitteilte. Marine-Einheiten hätten bislang lediglich drei Leichen geborgen. 

Maßnahmen gegen Schlepperbanden

Die Westküste Libyens ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Migranten aus ganz Afrika, die sich in Europa niederlassen wollen. Gleichwohl ist die Zahl der Überfahrten zuletzt zurückgegangen, seitdem Italien gegen Schleuserbanden vorgeht und die libysche Küstenwache unterstützt.

Zudem haben die neuen Kämpfe in Libyen die Bedingungen für Menschenschmuggler erschwert. Hilfsorganisationen warnen allerdings, dass die anhaltenden Kämpfe auch mehr Libyer zur Flucht aus ihrem Land bewegen könnten.

Nach UN-Angaben kamen im vergangenen Jahr 116.959 Menschen auf dem Seeweg nach Europa. 2297 Migranten starben oder verschwanden im Mittelmeer.

uh/qu (rtr, dpa, afp)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen