Welche Gefahr droht Afrika?
12. Juni 2009
Fast 30.000 Infizierte, über 140 Tote - diese Zahlen gaben den Ausschlag: nach einer Dringlichkeitssitzung hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag die sogenannte Schweinegrippe zur Pandemie erklärt und gleichzeitig die höchste Alarmstufe 6 ausgerufen. Es ist das erste Mal seit mehr als vierzig Jahren, dass die WHO so weit geht. Das Virus sei unaufhaltsam, so WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Die Grippe gilt damit als Krankheit mit weltweiter Ausbreitung. Zuerst aufgetreten war sie im April in Mexiko. Von dort wurde sie in verschiedene Weltregionen übertragen. In Afrika sind allerdings bislang noch keine Fälle von Schweinegrippe aufgetreten. Doch welche Folgen hätte ein Ausbruch des Virus für den afrikanischen Kontinent?
Kinderarbeit in Ägypten
Rund 2,7 Millionen Kinder unter 14 Jahren arbeiten in Ägypten. Meist arbeiten sie sechs Tage die Woche, 12 und mehr Stunden am Tag. Sie bestreiten ein Drittel ihres Familieneinkommens, Mädchen ebenso wie Jungen. Durch die internationale Finanzkrise sind zwei Millionen Ägypter unter die Armutsgrenze gerutscht. Damit wird automatisch auch die Zahl der arbeitenden Kinder steigen. Doch die Regierung hält dagegen und setzt auf Bildung. Denn wer arbeitet, geht meist nicht zur Schule, lernt nichts, und wird auch seine Kinder nicht zum lernen anregen. Die Armut vererbt sich von Generation zu Generation.
Bilanz des Weltwirtschaftsforums für Afrika
Wie steht es derzeit um Afrikas Wirtschaft? Kann die Wirtschaft trotz Finanzkrise weiter wachsen wie in den vergangenen Jahren? Und welche Rolle spielen die Industrie-Nationen für die ökonomischen Entwicklungen Afrikas? Über diese und ähnliche Fragen diskutierten mehr als 650 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Forschung beim 19. Weltwirtschaftsforum für Afrika in Kapstadt. Am Freitag ging die Veranstaltung zu Ende.
Redaktion: Michaela Paul