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Theater

Welttheatertag: Vorhang auf

27. März 2018

Von Paris über Helsinki bis Berlin: In über 100 Ländern wird alljährlich am 27. März der Welttheatertag gefeiert. Grund genug für uns, Ihnen einige beeindruckende Theaterhäuser vorzustellen.

Theatervorhang, auf dem man zwei Masken sin
Bild: Colourbox

Die Idee kommt aus Finnland: Die Skandinavier schlugen 1961 beim  IX. Internationalen Theater-Kongress Wien vor, einen Welttheatertag einzuführen, und ihre Kollegen aus aller Herren Länder zeigten sich begeistert von der Idee. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, der Eröffnungstag des Festivals "Theater der Nationen" in Paris, der 27. März, als Welttheatertag festgelegt. Schon im ersten Jahr gab es zahlreiche Sonderveranstaltungen und publikumswirksame öffentliche Aktionen – und das vielfach auch in Ländern, wo es damals noch gar keine Internationale Theaterinstitut (ITI)-Zentren gab.

Tag der Offenen Tür und ein Preis 

In Deutschland öffnen die Theater ihre Häuser zum "Tag der offenen Tür" und bieten ihrem Publikum einen Blick hinter die Kulissen der schillernden Theaterwelt. Einen undotierten Preis für eine herausragende Persönlichkeit des Theaterlebens gab es auch: 2018 ging er an den Schauspieler und Theaterregisseur Viktor Bodó, der seit einem Jahrzehnt an deutschsprachigen Bühnen von Köln bis Graz und Basel arbeitet.

Mit seiner Wahl wolle man ein kulturpolitisches Zeichen setzen, so die Jury. "Denn so sehr wir uns über die Entwicklung einer transnationalen europäischen Kulturlandschaft auch freuen mögen, so kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie vielfach aus Not und als Fluchtbewegung entsteht." Kultur würde in vielen europäischen Ländern marginalisiert und insbesondere die deutschsprachigen Länder seien vielfach unfreiwilliger Fluchtpunkt für andernorts bedrohte Künstler, sagte ITI-Präsident Joachim Lux. "Viktor Bodó ist ein herausragender Regisseur, der in Ungarn kaum mehr Arbeitsmöglichkeiten hat."Die Botschaft des Theaters 

Preisträger 2018: der ungarische Regisseur und Schauspieler Viktor Bodó Bild: Imago/Drama-Berlin.de

 "Theater lebt aus seinem Kulturen übergreifenden und verbindenden Charakter", heißt es auf der Homepage des deutschen ITI. Ein Gedanke, den Theaterleute verinnerlicht haben und seit Bestehen des Internationalen Welttheatertages mittels ausgesuchter Botschafter der Welt vermitteln. International renommierte Theaterleute wie Jean Cocteau, Arthur Miller, Laurence Olivier, Pablo Neruda und Vaclav Havel haben im Laufe der Jahre schon ihre "Botschaften" verlesen, "in denen sie sich auf Bitten des ITI "mit Bedeutung und Wirkung der Bühnenkunst im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen."

2018 melden sich Werewere Liking aus der Elfenbeinküste, Maya Zbib aus dem Libanon, der Inder Ram Gopal Bajaj, der Brite Simon McBurney und die Mexikanerin Sabina Berman zu Wort: Ihre Überlegungen sind in vielen Übersetzungen auch auf den Homepages der ITI nachzulesen, unter anderem dieses Statement von Maya Zbib:

"Durch die Kraft des Geschichtenerzählens und der Imagination lernen wir vom Theater, einander und die Welt in einem neuem Licht zu sehen, denn inmitten überwältigender Ignoranz und Intoleranz öffnet es einen Raum für gemeinsames Nachdenken."

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