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Weltweite Kritik an Israel

1. Juni 2010

EU spricht bei Kritik an Israel mit einer Stimme +++ Schuldfrage bei Militäreinsatz noch offen +++ Parlamentswahl in Ägypten wird zur Farce

weltweite Proteste gegen Israel Überfall vor Gaza
Bild: AP

Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde überraschend deutlich, als sie zur Militäraktion Israels im Mittelmeer Stellung nahm. Der Hintergrund: Israelische Elitesoldaten haben Schiffe mit Hilfsgütern geentert, mehrere Aktivisten erschossen, die anderen gefangen genommen, abgeschoben - darunter auch mehrere Deutsche. Und das in internationalen Gewässern. Ein Raunen der Empörung geht seitdem durch die Politik, in den arabischen Ländern ist es ein Aufschrei der Wut. Sogar Angela Merkel stellt die Frage der Verhältnismäßigkeit, und sogar die Europäische Union schafft es, mit einer Stimme zu sprechen.

Wahl in Ägypten

In Ägypten hat die Parlamentswahl begonnen. Alle drei Jahre wird ein Teil der Abgeordneten neu gewählt. Aber nur wenige Menschen gehen überhaupt zur Wahl: Demokratie ist für viele Ägypter ein Wunschtraum, eine Illusion. Präsident Hosni Mubarak hat die Geschicke Ägyptens fest im Griff, Oppositionelle werden systematisch unterdrückt. Welche Bedeutung hat diese Wahl für die politische Zukunft Ägyptens?

Redaktion: Anne Allmeling / Anna Kuhn-Osius

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