Westerwelle-Debüt in Peking
15. Januar 2010
Offen über die Menschrechtssituation reden - ohne den chinesischen Gastgebern vor den Kopf zu stoßen. Diese Gratwanderung ist Bundesaußenminister Guido Westerwelle bei seinem Besuch in Peking offenbar gelungen. Denn obwohl der liberale Chef-Diplomat aus Berlin offen über Reiz-Themen wie Tibet oder die Menschenrechte sprach, wird er seinen chinesischen Amtskollegen schon bald in Deutschland begrüßen können.
Kritik an Bundeswehr in KundusDer Mann ist umstritten, denn als Gouverneur von Kundus verfolgt Mohammad Omar stets seine eigenen Interessen. Und die decken sich nicht automatisch mit denen der Bundeswehr und der deutschen Außenpolitik. Kein Wunder also, dass Bundeswehr-Vertreter in Afghanistan und in Berlin sich von den Äußerungen des Gouverneurs nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Chinas Internetbranche genügt sich selbst
Freundlich präsentierten sich die Märkte rund um den Globus zum Ende der Handelswoche. Zum Wochenausklang nährte der US-Chiphersteller Intel mit äußerst positiven Zahlen die Hoffnung, dass die Technologiebranche das Schlimmste hinter sich haben könnte. Weltmarktführer Intel hat jedenfalls dank gestiegener Computerverkäufe die Wirtschaftskrise überstanden. Im vierten Quartal verdiente Intel unter dem Strich mit knapp 2,3 Milliarden Dollar wieder so viel wie zu seinen Glanzzeiten. Ein weiteres Thema, auch an den Börsen, war in den vergangenen Tagen der Streit zwischen Google und der chinesischen Regierung über die Internetzensur im Reich der Mitte. Wir werfen einen Blick auf die Internetbranche in China und stellen die wichtigsten börsennotierten Unternehmen vor.
Redaktion: Nicola Reyk und Thomas Kohlmann