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Wie Kenia gegen die wachsende Zahl an Femiziden kämpft

03:05

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15. Dezember 2025

Der Schmerz über den gewaltsamen Tod ihrer Tochter begleitet Lenah Kanywa aus Kenia für immer. In ihrem Land werden jedes Jahr mehr Frauen Opfer von Mord. Die NGO Usikimye macht darauf aufmerksam - und hilft Betroffenen.

Weltweit wird alle zehn Minuten eine Frau oder ein Mädchen aufgrund ihres Geschlechts vorsätzlich getötet. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Vereinten Nationen über Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt hervor. Kenia gehört zu den Ländern, wo die Lage besonders dramatisch ist. In dem ostafrikanischen Staat, werden jeden Monat etwa 40 Frauen getötet werden.

Proteste nach Mord an zehnjähriger Mary Wambui

Der Mord an der erst zehnjährigen Mary Wambui löste landesweit Empörung und Proteste aus. Die Regierung richtete daraufhin eine Arbeitsgruppe ein, die Lösungen für das Problem erarbeiten soll. Aktivistinnen und NGOs versuchen, Öffentlichkeit und Politik für geschlechstsspezifische Gewalt zu sensibilsieren. Bislang taucht der Begriff Femizid nicht einmal in den Gesetzen auf, wodurch möglicherweise viele weitere Fälle unentdeckt bleiben.

Die Mutter von Mary Wambui musste drei Jahre warten, bis der Mörder vor Gericht gestellt wurde. Hilfe fand sie bei einer der NGOs, die Beratung anbietet und Betreuungsangebote oder Selbsthilfegruppen vermittelt. Doch der Schmerz über den Verlust der Tochter bleibt für immer.

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