Wie weit reicht die Macht von Ugandas "ewigem Präsidenten"?
Cai Nebe
25. Mai 2026
In seiner siebten Amtszeit wird Yoweri Museveni nicht nur mit Fragen zu seiner Nachfolge konfrontiert. Auch Ugandas wachsende junge Bevölkerung verlangt nach Antworten von dem greisen Staatsoberhaupt.
Präsident Yoweri Museveni legt unter dem Jubel Tausender Anhänger im Kampaler Vorort Kololo den Amtseid abBild: Lubega Emmanuel/DW
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Die siebte Amtszeit von Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni ist überschattet von Problemen: Hohe Jugendarbeitslosigkeit, Verhaftung von Oppositionspolitikern sowie Armut und Korruption. Und die Frage: Wer wird der Nachfolger des "ewigen Herrschers"?
Museveni war im Januar mit knapp 72 Prozent wiedergewählt worden. Der 81-Jährige wurde am 12. Mai im 40. Jahr seiner Regierung zum siebten Mal in Folge vereidigt.
Yoweri Museveni bei der ersten Kabinettssitzung als Präsident am 29. Januar 1986Bild: AFP
"Im Großen und Ganzen herrscht in Uganda derzeit Frieden. Und wo Frieden ist, entwickeln sich in der Regel auch wirtschaftliche Aktivitäten und treiben das Wachstum voran", sagt der ugandische Wissenschaftler Adolf Mbaine der DW.
Wer profitiert vom Wachstum?
Die meisten Ugander scheinen sich einig zu sein, dass Uganda unter Museveni erhebliche politische Stabilität und Wirtschaftswachstum erlebt hat. Das ist laut Beobachtern eine nicht zu unterschätzende Leistung, zumal die Region von bewaffneten Aufständen und politischer Unberechenbarkeit geprägt ist.
Nach Angaben der Weltbank wuchs Ugandas Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2024 um mehr als sechs Prozent und bleibt damit seit Jahrzehnten vergleichsweise stabil. Seit Anfang der 1990er‑Jahre liegt das Wachstum in der Regel bei über drei Prozent. Insgesamt stieg die Wirtschaftsleistung des Landes von 3,9 Milliarden US‑Dollar im Jahr 1986 auf mehr als 53,9 Milliarden US‑Dollar im Jahr 2024.
Die Bevölkerung Ugandas ist von 15,5 Millionen im Jahr 1986 auf über 50 Millionen im Jahr 2024 angewachsen. Das Land hat somit eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt mit einem Durchschnittsalter von rund 17 Jahren.
Gleichzeitig stellt hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen ein großes Problem dar. Dies setzt die Regierung - und damit auch Langzeitherrscher Museveni - unter Druck.
"Die Ugander wollen Rechenschaftspflicht sehen", sagt Agnes Atim Apea, Entwicklungsökonomin und ehemalige Abgeordnete für Molata, zur DW. "Sie hören, dass die Wirtschaft wächst, aber sie wollen dieses Wachstum nun auch spüren."
Präsident Museveni - hier mit seiner tansanischen Amtskollegin Samia Suluhu Hassan in Daressalam - hat zu Stabilität und Wirtschaftswachstum beigetragenBild: Presidential Press Unit, Tanzania
Museveni griff diese Punkte in seiner Antrittsrede auf. Er versprach mehr Wohlstand, entschlossenere Maßnahmen gegen Korruption sowie Verbesserungen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Infrastruktur.
Aufgeblähte Verwaltung
Er rief die Ostafrikaner zur Einheit auf und sagte: "Wenn alle Familien in Uganda in die Geldwirtschaft eingebunden werden, wird es in den vier Sektoren so viele Arbeitsplätze geben, dass auch unsere fast zwei Millionen Flüchtlinge aus den afrikanischen Bruderländern, die sich hier aufhalten, Arbeit finden."
Auf den Straßen von Kampala zeigten sich viele Anhänger Musevenis begeistert von seiner Botschaft. "Wir haben großes Vertrauen in Präsident Museveni – er wird unsere Träume verwirklichen", sagt der Pastor David Ssekimpi.
Kritisch äußert sich dagegen der Straßenhändler Justus Kiiza: "In seiner letzten Amtszeit hat der Präsident die Anliegen von Händlern und Verkäufern nicht ausreichend berücksichtigt", sagt er der DW.
Für Jovlet Sarah Nankinga, Studentin an der Makerere‑Universität, ist vor allem die Veruntreuung öffentlicher Gelder ein zentrales Problem. Der Staat müsse zudem "die Finanzierung für Jugendliche und Unternehmer verbessern".
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Abgesehen von der Schaffung von Arbeitsplätzen gibt es auch Probleme bei der Regierungsführung. Isaac Tenywa ist Landwirt in Namutumba im Osten Ugandas. Er glaubt, die größten Hürden seien drohende Streitigkeiten um Landbesitz, die Zurückhaltung der Regierung bei politischen Kursänderungen und die Bekämpfung einer aufgeblähten Verwaltung.
"Das erfordert einen Personalabbau und eine Verringerung der Zahl der Abgeordneten, an die der Großteil der Staatseinnahmen fließt", sagt Tenywa. "Das ist jedoch schwierig, weil Menschen dadurch ihre Jobs verlieren und in die Privatwirtschaft wechseln müssten."
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Bedrohte Opposition
Menschenrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen (UN) warnen seit Längerem, dass der zivilgesellschaftliche Raum in Uganda schrumpft und die politische Unterdrückung zunimmt. Die Organisationen verwiesen dabei auf Verhaftungen von Oppositionspolitikern, Einschränkungen der Medienfreiheit und strengere Kontrollen der Zivilgesellschaft.
Einschüchterung der Opposition: Die Autokolonne des ugandischen Präsidentschaftskandidaten Bobi Wine fährt auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung durch eine Wolke von TränengasBild: Hajarah Nalwadda/Getty Images
Ein Beispiel ist der ugandische Oppositionsführer Bobi Wine. Fotoaufnahmen zeigen, wie er durch Wolken von Pfefferspray fuhr, um zu einer Kundgebung zu gelangen. Nach seiner Wahlniederlage verließ er das Land.
Auch der langjährige Oppositionspolitiker Kizza Besigye wurde vor der Wahl festgenommen. "In den vergangenen 15 Jahren ist der Spielraum für offene Kritik an der Regierung stetig kleiner geworden, ebenso wie die Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen“, sagt Mbaine der DW.
Abseits des Wahlkampfs befürchten einige ältere Ugander, wie Henry Baguma in Kampala, dass die politischen Spannungen die Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigen.
"Vieles in diesem Land ist stark vom Stammesdenken geprägt und politisiert – und das ist sehr gefährlich", sagt etwa Henry Baguma aus Kampala der DW. "Wenn das die Grundlage wird, leidet am Ende auch die öffentliche Versorgung."
Wer wird Musevenis Nachfolger?
Musevenis Amtszeit läuft bis 2031, einen offiziellen Nachfolger hat er bislang nicht benannt. "Für viele von uns ist das eine echte Sorge. Wir hatten erwartet, dass sich im Laufe der Zeit ein geordneter Übergang entwickeln würde", sagt Wissenschaftler Mbaine der DW.
Öffentliche Feierlichkeiten zu Ehren von Muhoozi Kainerugaba, Musevenis Sohn, haben eine Debatte über seine politischen Ambitionen ausgelöstBild: Hajarah Nalwadda/AP Photo/picture alliance
Musevenis Sohn, General Muhoozi Kainerugaba, gilt als möglicher Kandidat. Der 52-Jährige hat Verbündete in Ugandas politischen Kreisen und steht an der Spitze der ugandischen Streitkräfte.
Kainerugabas militärischer Einfluss und sein konfrontativer Stil stehen jedoch im Widerspruch zum Charisma Musevenis. Dessen lange Amtszeit beruht auf seiner Fähigkeit, mit politischen Rivalen Kompromisse zu schließen.
In Afrika ist Politik nicht selten Familiensache: Der Sohn beerbt den Vater im Präsidentenamt, die Tochter leitet Staatskonzerne, die Ehefrau wird Ministerin. Beispiele dafür gibt es genug.
Bild: DW/E. Lubega
Mein Sohn, der Bodyguard
Muhoozi Kainerugaba ist der älteste Sohn von Ugandas Langzeitpräsident Yoweri Museveni. Er ist Generalmajor in der ugandischen Armee und kommandiert die Spezialeinheit, die für den Schutz des Präsidenten zuständig ist. Musevenis Frau Janet sitzt als Ministerin für Bildung und Sport im Kabinett. Sein Schwager, Sam Kutesa, ist Außenminister.
Bild: DW/E. Lubega
Milliardenschwere Präsidententochter
Isabel dos Santos, die älteste Tochter von Angolas Präsident, zählt zu den zehn reichsten Afrikanern. Zum Imperium der Geschäftsfrau gehören die größte Mobilfunkfirma des Landes und eine Supermarkt-Kette. Zudem ist sie Chefin der staatlichen Ölgesellschaft Sonangol. Ihr Bruder José Filomeno leitet den angolanischen Staatsfonds FSDEA, der mehr als fünf Milliarden US-Dollar verwaltet.
Bild: picture-alliance/dpa
Mein Vater lässt ausrichten…
Teodoro Nguema Obiang Mangue ist der zweite Vize-Präsident von Äquatorialguinea - und gleichzeitig Präsidentensohn. Sein Vater, Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, regiert das Land seit 1979. Dessen Stiefsohn, Gabriel Mbega Obiang Lima, ist Ölminister. Dem staatlichen Ölkonzern GEPetrol stand bis 2015 der Schwager des Präsidenten, Candido Nsue Okomo, vor, ehe dieser zum Sportminister ernannt wurde.
Bild: Picture-alliance/AP Photo/F. Franklin II
Einflussreiche Zwillingsschwester
Jaynet Désirée Kabila Kyungu ist die Tochter von Kongos Ex-Präsidenten Laurent Kabila. Inzwischen regiert ihr Bruder, Joseph Kabila, das Land. Jaynet sitzt im kongolesischen Parlament; außerdem gehört ihr ein Medienunternehmen. Das Daten-Leak "Panama Papers" deckte auf, dass sie Co-Vorsitzende einer Offshore-Firma war, die Anteile an einem der größten Mobilfunkanbieter im Kongo gehabt haben soll.
Bild: Getty Images/AFP/J. D. Kannah
Von der Sekretärin zur First Lady
Grace Mugabe ist die zweite Ehefrau von Simbabwes Langzeitherrscher Robert Mugabe. Die beiden begannen ein Verhältnis, als sie noch seine Sekretärin war. Inzwischen hat Grace als Vorsitzende der "Frauen-Liga" in der Regierungspartei viel Einfluss. Auch wenn die 51-Jährige abwiegelt: sie wird als Nachfolgerin für ihren 92-jährigen Ehemann gehandelt.
Bild: picture-alliance/AP Photo/T. Mukwazhi
Die ambitionierte Ex-Frau
Nkosazana Dlamini-Zuma ist die erste Frau, die zur Vorsitzenden der Afrikanischen Union gewählt wurde. Sie hat bereits eine lange Politik-Karriere in Südafrika hinter sich: erst als Gesundheitsministerin unter Nelson Mandela, dann als Außenministerin Thabo Mbeki und schließlich als Innenministerin in der Regierung von ihrem Ex-Mann, Jacob Zuma. Nun hofft Nkosazana, selbst Staatschefin zu werden.
Bild: picture-alliance/dpa/J. Prinsloo
Der Staat als Familienunternehmen
Zahlreiche wichtige Firmen und hohe Posten in der Politik sind fest in der Hand der Familie von Denis Sassou-Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo. Seine Tochter Claudia (Bild) leitet die Kommunikationsabteilung ihres Vaters, seinem Bruder Maurice gehören zahlreiche Unternehmen und Präsidentensohn Denis Christel soll angeblich bereits auf die Thronfolge vorbereitet werden.
Bild: Getty Images/AFP/G. Gervais
Gestatten: Präsident Bongo, der Zweite
41 Jahre lang herrschte Omar Bongo Ondimba in Gabun - bis der Autokrat 2009 im Amt verstarb. In einer umstrittenen Wahl, in der erstmals die einfache Mehrheit im ersten Wahldurchgang reichte, setzte sich sein Sohn, Ali Bongo, klar gegen 17 Gegenkandidaten durch. 2016 wurde er im Amt bestätigt. Damit regiert die Bongo-Familie das Land seit einem halben Jahrhundert.
Bild: Getty Images/AFP/M. Longari
Wie der Vater, so der Sohn
Faure Gnassingbé ist eines von etwa 50 Kindern des ehemaligen togolesischen Langzeitpräsidenten Gnassingbé Eyadéma. Faure war zunächst Minister; nach dem Tod seines Vaters beerbte er diesen im Präsidentenamt. Auch in Kenia und in Botswana sind aktuell Präsidenten an der Macht, deren Väter bereits den Posten inne hatten.
Bild: I. Sanogo/AFP/Getty Images
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Entwicklungsökonomin Agnes Atim Apea mahnt einen Perspektivwechsel an: "Wir müssen aufhören, Uganda als eine Angelegenheit von Museveni zu betrachten", erklärt sie. Entscheidend seien vielmehr funktionierende Systeme, Effizienz und Kontinuität.
Henry Baguma aus Kampala, der die Gewalt und Instabilität der 1970er- und 1980er‑Jahre selbst erlebt hat, zieht eine gemischte Bilanz. Museveni habe "sein Bestes getan, um eine bessere Bilanz für die Zukunft zu schaffen".
Für den ugandischen Wissenschaftler Adolf Mbaine steht viel auf dem Spiel, damit die Nachfolge friedlich geregelt wird: "Wenn wir etwas bekommen, das nicht einmal annähernd einem politischen Übergang gleicht, dann haben wir nichts gelernt. Denn wir können leicht in jene Art von Chaos zurückfallen, von dem wir dachten, das Land hätte dieses hinter sich gelassen."
Mitarbeit: Frank Yiga, Uganda.
Manche afrikanische Präsidenten sind so lange an der Macht, dass die meisten Bürger niemals einen anderen Herrscher erlebt haben. Der älteste und der dienstälteste Staatschef lenken zwei benachbarte Länder.
Bild: Jemal Countess/UPI/newscom/picture alliance
Äquatorialguinea: Teodoro Obiang Nguema
Teodoro Obiang Nguema ist mit fast einem halben Jahrhundert im Amt der dienstälteste Präsident Afrikas. Bis 2017 musste er diesen zweifelhaften Titel noch teilen: Damals war Angolas Staatschef José Eduardo dos Santos aus dem Amt geschieden, das er wie Obiang Nguema 1979 übernommen hatte. Zuletzt ließ sich Obiang Nguema 2022 wiederwählen. Sein Sohn steht als Vizepräsident bereit zu übernehmen.
Bild: Ludovic Marin/AFP
Kamerun: Paul Biya
Kameruns Präsident hält den Spitzenplatz in einer anderen Kategorie: Geboren im Jahr 1933, ist Paul Biya das älteste amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Er ist seit 1982 im Amt - und war zuvor sieben Jahre lang Premierminister. 2008 wurde die Verfassung Kameruns geändert, um Biya weitere Mandate zu ermöglichen. Aktuell absolviert Biya seine achte Amtszeit - zu deren Ende er 99 Jahre alt wäre.
Eine Verfassungsänderung für zusätzliche Amtszeiten hat Denis Sassou Nguesso auch schon hinter sich: Er steht seit 1979, mit einer kurzen Unterbrechung in den 1990er-Jahren, an der Spitze der Republik Kongo (Brazzaville). Bei seiner jüngsten Wiederwahl 2021 boykottierte die Opposition den Urnengang; die Bischofskonferenz klagte über mangelnde Transparenz.
Bild: Russian Foreign Ministry/AFP
Uganda: Yoweri Museveni
Seit vier Jahrzehnten ist Yoweri Museveni an der Macht - ein Großteil seiner Landsleute kennt keinen anderen Präsidenten. Gut 80 Prozent der 46 Millionen Ugander wurden geboren, nachdem er 1986 ins Amt gekommen war. Damit er 2021 mit damals 76 Jahren seine sechste Amtszeit antreten konnte, ließ Museveni Jahre zuvor die Altersobergrenze abschaffen. Anfang 2026 wurde er erneut im Amt bestätigt.
Bild: AFP
Eswatini: König Mswati III.
Mswati III. musste noch seine Volljährigkeit abwarten, bis er als König inthronisiert werden konnte: Er war 14 Jahre alt, als sein Vater Sobhuza II. nach 61-jähriger Regentschaft 1982 starb. Erst vier Jahre später übernahm Mswati III. die Rolle als einziger absoluter Monarch Afrikas. Formal regiert seine Mutter als iNndlovukazi ("Große Elefantin") gemeinsam mit ihm das kleine Eswatini.
Bild: Dan Kitwood/empics/picture alliance
Eritrea: Isaias Afewerki
Das kleine Land am Roten Meer hatte noch nie einen anderen Staatschef: Isaias Afewerki wurde im Mai 1993 zum Präsidenten ernannt, gleich nachdem sich die Eritreer in einem Referendum für die Unabhängigkeit ihres Landes ausgesprochen hatten. Anfangs hatte der 1946 Geborene den Ruf eines Reformers. Inzwischen gilt er als Autokrat, der sein Land international weitgehend isoliert hat.
Bild: Stanislav Krasilnikov/TASS/AFP
Dschibuti: Omar Guelleh
Er ist in dieser Liste der Letzte, der schon vor der Jahrtausendwende an der Staatsspitze steht: Omar Guelleh ist seit 1999 Präsident Dschibutis. In dieser Zeit ist ihm gelungen, die geopolitisch günstige Lage an der Meerenge zur Arabischen Halbinsel für die Entwicklung seines kleinen Landes auszunutzen: Heute dient Dschibuti als Militärstützpunkt für die USA, Frankreich, Japan, aber auch China.
Bild: Mohammed Dhaysane/AA/picture alliance
Ruanda: Paul Kagame
Paul Kagame regiert das Land seit dem 19. Juli 1994. Zunächst als Vize-Präsident und Verteidigungsminister. Nach dem dem Rücktritt von Präsident Pasteur Bizimungu wurde er am 17. April 2000 vom Parlament zu dessen Nachfolger gewählt. In einem Referendum 2015 sicherte auch er sich die Abkehr von der bisherigen Beschränkung auf zwei Amtszeiten: Kagame könnte nun bis 2034 an der Macht bleiben.
2005 übernahm Faure Gnassingbé das Präsidenten-Amt von seinem Vater, der Togo 38 Jahre lang geführt hatte. Nach massiven Protesten der Bevölkerung begrenzt seit 2017 ein Gesetz die Amtszeit für Präsidenten. Seit 2025 ist Gnassingbé Präsident des Ministerrats. Die Opposition befürchtet, er könnte so ein Leben lang an der Macht bleiben. (Die Galerie wurde zuletzt im Februar 2026 aktualisiert.)