Wieder nichts!
29. Juli 2009
Es war nicht das erste Treffen zwischen George Mitchell und dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu – trotzdem sollte der US-Sondergesandte laut Präsident Obama auch dieses Mal "nur zuhören". Entsprechend dünn ist auch das Ergebnis der Gespräche, Fortschritte in der umstrittenen Siedlungsfrage hat es jedenfalls nicht gegeben. Israel hält weiter an seiner Vision eines "ökonomischen Friedens" fest – es will die Palästinenser wirtschaftlich unterstützen, einen unabhängigen Palästinenserstaat soll es in naher Zukunft auf keinen Fall geben
Saudi-Arabien auf der Anklagebank
Saudi-Arabien gilt nicht als Freund von Menschenrechten - Vor knapp einem Monat musste das Land daher dem UN-Menschenrechtsrat Rede und Antwort stehen. Der Vorwurf: saudische Frauen würden nach wie vor wie Minderjährige behandelt, denn sie dürfen zum Beispiel nicht mal ein Bankkonto eröffnen ohne die schriftliche Erlaubnis eines Männlichen Bevollmächtigten. Nun kam noch mehr Kritik auf – laut eines Berichts der Menschenrechtsorganisation Amnesty International werden auf der arabischen Halbinsel tausende politische Anklage ohne Anklage verhaftet, systematisch gefoltert und unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu grausamen Strafen verurteilt. Amnesty Internationals Nahostexpertin Regina Spöttl im Interview
Verschollen
Ganze 155 Tage verbrachte Hannelore Krause 2007 in Geiselhaft. Sie wurde im Irak gemeinsam mit ihrem Sohn Sinan Krause entführt. Als Bedingung für die Freilassung forderten die Entführer, eine Gruppe mit dem Namen "Pfeile der Rechtschaffenheit", die deutsche Regierung auf, alle Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Am 10. Juli 2007 kam Hannelore Krause frei, wegen ihrer schlechten körperlichen Verfassung, wie man mutmaßt. Von Sinan fehlt bis heute jede Spur
Redaktion: Mahmoud Tawfik/ Sarah Mersch