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Politik

Wieder Proteste gegen Corona-Regeln

27. Dezember 2021

Gegner der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind bundesweit auf die Straße gegangen. Ihr Unmut richtet sich auch gegen eine mögliche Impfpflicht. Insgesamt beteiligten sich mehrere Zehntausend Menschen.

Deutschland Rostock | Coronavirus | Protest gegen Maßnahmen
Protestzug in RostockBild: Bernd Wüstneck/dpa/picture alliance

Die von der Politik verfügten Einschränkungen im Privat- und Berufsleben wollen die Demonstranten nicht akzeptieren. Tausende Menschen protestierten in östlichen wie westlichen Bundesländern gegen die Corona-Regeln. Vor allem im Osten Deutschlands hatten die Demonstrationen großen Zulauf.

In Mecklenburg-Vorpommern waren es in mehreren Städten nach Polizeiangaben insgesamt etwa 15.000 Teilnehmer. In Rostock zählten die Beamten in der Spitze etwa 6500 Teilnehmer. In Schwerin waren es rund 2700 und in Neubrandenburg etwa 2400 Menschen.

Abendlicher Protest auf dem Marktplatz von Köthen (Sachen-Anhalt) ...Bild: Heiko Rebsch/dpa/picture alliance

Im Süden Brandenburgs beteiligten sich an 16 Orten insgesamt rund 9000 Teilnehmer, allein 3000 davon in Cottbus. In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) zogen nach ersten Angaben der Polizei rund 5000 Menschen vom Domplatz aus durch die Stadt, um ihren Unmut gegen die Pläne der Bundesregierung für eine Impfpflicht deutlich zu machen. Auch in zahlreichen Thüringer Orten wurde wieder demonstriert.

... und in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern)Bild: Stefan Sauer/dpa/picture alliance

Im sächsischen Bautzen wollten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben einen Aufzug stoppen. Dabei seien sie "massiv" mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen worden, schrieb die Polizei auf Twitter. Allein im Raum Leipzig und in Nordsachsen hatte es demnach rund 30 Aufrufe zu Corona-Protesten gegeben.

In der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken demonstrierten nach Polizeiangaben rund 3000 und in Fulda in Hessen rund 1000 Menschen. Protestmärsche gab es in weiteren Städten von Hessen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen gingen an verschiedenen Orten mehrere Hundert Menschen auf die Straße. Die meisten in Braunschweig und Wolfsburg. In Rheinland-Pfalz versammelten sich an verschiedenen Orten Menschen zu einem sogenannten Montagsspaziergang, rund 150 waren es in der Landeshauptstadt Mainz.

Demonstranten wegen Gewalt bei Demo verurteilt

Am Sonntagabend war es im bayerischen Schweinfurt bei einer unangemeldeten Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen zu Zusammenstößen zwischen Impfgegnern und der Polizei gekommen. Dabei waren acht Polizisten und mehrere Teilnehmer verletzt worden, darunter ein vierjähriges Kind.

Kritiker der Corona-Politik am Abend in Mannheim (Baden-Würtemberg)Bild: René Priebe/dpa/picture alliance

In einem beschleunigten Verfahren verurteilte das Amtsgericht Schweinfurt keine 24 Stunden später vier Teilnehmer der Demonstration zu Geld- und mehrmonatigen Bewährungsstrafen. Zwei Männer erhielten wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs und versuchter Körperverletzung Bewährungsstrafen von acht und zwölf Monaten. Eine Frau wurde zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Ein weiterer Angeklagter muss wegen Widerstands und Beleidigung eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 20 Euro zahlen.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder gesunken

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen wieder gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag der Wert bei 215,6. Am Vortag hatte er bei 222,7 gelegen und war damit erstmals seit Tagen wieder gestiegen. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 306,4.

qu/fw (dpa, afp)

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