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Glaube

"Wir bauen eine Kirche!" – Katholiken in Kuba

26:04

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3. Dezember 2018

Vor 20 Jahren, 1998, besuchte Johannes Paul II. als erster Papst Kuba. Revolutionsführer Fidel Castro und der Papst verstanden sich erstaunlich gut. In dieser Stimmung plante die kleine katholische Gemeinde in Guiteras, einem Vorort von Havanna, eine Kirche zu bauen. Es blieb ein Plan. Erst als 2015 Papst Franziskus den Grundstein segnete, war die Motivation in der Gemeinde neu entfacht.

Jahrhunderte lang spielte die katholische Kirche eine wichtige Rolle auf der Zuckerinsel. Aber mit dem Sieg der Revolutionäre 1959 veränderte sich die Situation dramatisch. Viele Geistliche verließen die Insel, der Einfluss der Kirche schwand, und mit ihm ebenso die Zahl der Gläubigen. Neuerlich ist der katholische Glaube in Kuba nicht mehr ganz so stigmatisiert. Etwa 2000 sogenannte Hausgemeinden, die ihren Gottesdienst zumeist in Privatwohnungen abhalten, streben ein eigenes Gotteshaus an. So wie die Gemeinde in Guiteras, die nach in den letzten Jahren und nach den Papstbesuchen wieder wächst. Der Film zeigt die Schwierigkeiten der Gemeinde ihre Kirche zu errichten. Aber zeigt auch sehr eindrücklich, anhand der persönlichen Erfahrungen des Diakons, Architekten, Bischof und vor allem Stimmen der Gemeinde deren menschliches und spirituelles Bedürfnis. Nie haben sie ihre Hoffnung aufgegeben. Immerhin konnte jetzt schon einmal die Glocke feierlich gesegnet werden. Und alle sind zuversichtlich, im nächsten Jahr, am Rande der Feierlichkeiten zu 60. Revolutionsjubiläum ihre Kirche endlich geweiht wird.