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WM 2026: Frankreich scheitert im Halbfinale an Spanien

15. Juli 2026

Frankreich muss seinen Titeltraum bei der Fußball-WM begraben. Kylian Mbappé und Co. spielen zum Abschied von Trainer Didier Deschamps nur um Platz drei. Ihre Chancenlosigkeit gegen Spanien überrascht.

Frankreichs Ousmane Dembélé stützt enttäuscht die Hände in die Hüften und schaut niedergeschlagen zu Boden
Sie galten vielen als hoher Favorit, doch Ousmane Dembélé und sein Team scheitern im HalbfinaleBild: Jerome Miron/IMAGN IMAGES/Reuters

"Wir waren nicht auf dem Niveau, ins Endspiel zu kommen", gab Frankreichs Superstar Kylian Mbappé offen zu, als er versuchte, die 0:2-Niederlage seines Teams im Halbfinale der Fußball-WM gegen Spanien zu erklären. Statt am Sonntag im Finale gegen Argentinien oder England um den WM-Pokal zu spielen, geht es für die Franzosen am Samstag nur noch um Rang drei.

Kein drittes Finale zum Abschied von Deschamps

Das "kleine Finale" wird auch das letzte Spiel von Didier Deschamps als Nationaltrainer Frankreichs sein. Der 57-Jährige wirkte nach dem Abpfiff kurz wie versteinert, ehe er die Dinge dann doch einordnete. "Ich bin sehr stolz auf alles, was wir mit der Nationalmannschaft erreicht haben", sagte er und blickte auf seine 14 Jahre als Frankreich-Coach zurück. "Ich habe viele schöne Momente erlebt."

Didier Deschamps gewann als Frankreichs Nationaltrainer 2018 die Weltmeisterschaft und 2021 die Nations LeagueBild: Johnny Fidelin/Icon Sport/Sipa USA/picture alliance

Deschamps, der 1998 als Kapitän Frankreichs selbst Weltmeister wurde, betreute die Équipe Tricolore seit 2012. Fast hätte er sie zum dritten Mal nacheinander in ein WM-Finale geführt. 2018 hatte Frankreich gegen Kroatien gewonnen, 2022 gegen Argentinien verloren.

Für ein drittes WM-Finale in Folge waren die Franzosen diesmal im Duell mit Spanien einfach zu schwach - oder anders gesagt: Die Spanier waren einfach zu stark und effizient. Insgesamt überlegen ließen sie den Ball schnell untereinander zirkulieren und spielten die französische Abwehr mit Direkt- und Doppelpässen immer wieder schwindelig.

Spanische Effizienz

Direkt aufs Tor schoss Spanien in der gesamten Partie aber nur zweimal - beide Schüsse waren drin. Zunächst traf Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (22. Minute), nach einer knappen Stunde erhöhte Pedro Porro auf 2:0 (58.).

"Es ist ein Team, das es liebt, den Ball und das Spiel zu kontrollieren, und das haben wir ihnen erlaubt", sagte Mbappé, der in den bisherigen sechs WM-Spielen vor dem Halbfinale bereits achtmal getroffen hatte. Auch Weltfußballer Ousmane Dembélé oder Bundesliga-Profi Michael Olise vom Deutschen Meister FC Bayern München bekamen von den Spaniern gnadenlos die Grenzen aufgezeigt.

Deschamps bezweifelt Qualität des Schiedsrichters

"Spanien hat gut verteidigt", erklärte Deschamps. Sein eigenes Team habe aber auch zu viele technische Fehler gemacht. Allerdings erlaubte sich der Trainer einen Seitenhieb in Richtung des Referees Ivan Barton aus El Salvador. 

"Glauben Sie, dass der Schiedsrichter gut genug war, um ein Halbfinale zu leiten?", fragte er nach der Partie. Manche Entscheidungen seien "fragwürdig" gewesen, so Deschamps. Seine Ansicht fand ansonsten aber kein großes Echo.

Trotz der Enttäuschung soll das Spiel um Rang drei nun dazu genutzt werden, Deschamps einen gebührenden Abschied zu bescheren. "Weil er das verdient", sagte Mbappé. "Und die Fans es verdienen." Nachfolger von Deschamps - so wird berichtet - soll mit dem früheren französischen Topstar Zinédine Zidane übrigens ein weiterer Weltmeister von 1998 werden.

asz/ck (dpa)

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