Inzwischen gibt es in Deutschland mehr Wohneigentümer als Mieter. Das war lange anders. Seit jeher mussten sich diejenigen, die zur Miete wohnen, mit Themen wie 3 ZKDB, Küchen und Schönheitsreparaturen beschäftigen.
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Haus oder Wohnung, Miete, Eigentum oder WG? Lieber mit oder ohne Wohnküche - und gibt es überhaupt eine Küche? Besonderheiten zum Thema Wohnen in Deutschland.
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Mietskasernen
Lange Jahre waren Altbauten gerade in Berlin völlig überbelegt: oft lebten ganze Familien in einem oder zwei Zimmern. Andere Gebäude waren in sehr schlechtem Zustand, wie auf dem Foto oben am Prenzlauer Berg in den frühen 1980er Jahren. Heute sind schöne, modernisierte Altbau-Wohnungen sehr begehrt.
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'Wohnungstraum' Plattenbau
In der DDR zog die Regierung gegen die Wohnungsnot landesweit Plattenbausiedlungen hoch, Vermieter waren meistens Volkseigene Betriebe (VEB) und Wohnungsgenossenschaften. Plattenbau war beliebt: neu, niedrige Mieten, Strom, Warmwasser und die Sanitäranlagen funktionierten zuverlässig - ganz im Gegensatz zum Altbau.
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Balkone
Laut einer Erhebung des Statistik-Portals "Statista" aus dem Jahre 2015 wohnen 48 Prozent der Deutschen zur Miete, und 52 Prozent sind Eigentümer - viel mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die meisten Mieter leben in Wohnungen - gerne mit Balkon, der im Sommer zur grünen Oase in der Stadt wird.
Alte Berliner Mietshäuser haben noch eine Besonderheit: ein oder mehrere Hinterhäuser, früher oft mit kleinen Gewerbebetrieben. Mieter haben über den Innenhof einen guten Blick auf das Kommen und Gehen ihrer Nachbarn, und man kommt schnell ins Gespräch.
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Klingelschilder
Auf Klingelschildern in Mehrfamilienhäusern stehen typischerweise eher selten die Stockwerke, sondern nur die Namen der Mieter. Wer keine Gegensprechanlage hat: nicht vergessen, Besuchern das Stockwerk zu verraten!
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Die WG
Gerade in Großstädten, und gerade bei Studenten und Künstlern, ist die WG eine beliebte - und bezahlbare - Form des Wohnens. Oft werden sogar Wohnzimmer in Wohngemeinschaften untervermietet, um auf eine erträgliche Miete zu kommen. Kompromisse hin, Putzplan her, - man ist nicht allein.
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Schönheitsreparaturen
Schönheitsreparaturen sind Verhandlungssache mit dem Vermieter, aber oft wird ausgemacht, dass der Mieter bei Ein- oder Auszug die Wände streicht. Vermieter können fordern, dass bunte Wände, Türen oder Heizkörper bei Auszug in "neutralen" Farben gestrichen werden.
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Thema Küche
Eine Mietwohnung hat nicht automatisch eine Einbauküche. Manchmal kann man Schränke, Herd und Arbeitsflächen vom Vormieter übernehmen. Aber insbesondere zum Schrecken ausländischer Mieter, bei denen Küchen im Mietobjekt selbstverständlich sind, ist die Küche in Deutschland bei Einzug oft gähnend leer.
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Mini-Bad
Gerade in Altbauten sind Badezimmer oft eng. Ursprünglich hatten Altbauwohnungen kein eigenes Bad oder WC. Wenn dann 'nachgerüstet' wurde, musste das Bad in die kleinste Ecke passen - oder ein komplettes Zimmer wurde zum Bad deklariert. Die Lösung im Foto oben ist besonders kreativ: in dieser Berliner Wohnung steht die Dusche in der Küche.
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3 ZKDB
Wer in Deutschland eine Wohnung sucht wird feststellen, dass gern Kürzel verwendet werden wie z.B. 3 ZKDB (3 Zimmer plus Küche, Diele, Bad) plus die Anzahl der Quadratmeter. Die höchsten Mieten werden in München gezahlt (16,55 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Frankfurt (13,37 Euro) und Stuttgart (12,95 Euro.)
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In der EU sind sieben von zehn Menschen Wohneigentumsbesitzer, aber in Deutschland ist Mieten eher noch die Norm, und nicht die Ausnahme. Laut einer "Statista"-Studie aus dem Jahr 2015 wohnten zwar 48 Prozent der Menschen zur Miete, aber das ist ein Durchschnittswert: in Berlin zum Beispiel sind es 85 Prozent.
Mieter in Deutschland haben viele Rechte, aber auch Pflichten. Manchmal müssen sie auch Wohnungen streichen oder eine komplette Küche kaufen.
Was heißt 3 ZKDB? Was ist ein Plattenbau? Für mehr Details zum Thema Wie die Deutschen leben klicken Sie auf die Bildergalerie.