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New York: Demokrat Mamdani gewinnt Wahl zum Bürgermeister

5. November 2025

In einer Zeit "politischer Finsternis" werde New York das Licht sein, sagte Mamdani vor jubelnden Anhängern. Trotz Drohungen von US-Präsident Trump hatte er sich bei der Abstimmung in der US-Metropole durchgesetzt.

USA New York City 2025 | Zohran Mamdani steht lachend an einem Rednerpult, auf dem sein Vorname steht, und hält die rechte Hand auf sein Herz
"Diese Stadt gehört euch": Zohran Mamdani, dem bereits Qualitäten eines Barack Obama nachgesagt werden, vor seinen Anhängern in New YorkBild: Selcuk Acar/Anadolu/picture alliance

Der Linkspolitiker Zohran Mamdani hat seinen Erfolg bei der Bürgermeisterwahl in New York als wegweisend für den Umgang mit US-Präsident Donald Trump bezeichnet. "Wenn jemand einer von Donald Trump betrogenen Nation zeigen kann, wie man ihn besiegt, dann ist es die Stadt, die ihn groß gemacht hat", sagte Zohran Mamdani in einer Siegesrede vor seinen Anhängern. "In dieser Zeit politischer Finsternis wird New York das Licht sein."

Mamdani hatte am Dienstag die Bürgermeisterwahl in der Ostküstenmetropole gewonnen. Nach übereinstimmenden Prognosen von US-Medien liegt der Demokrat gegenüber dem von Trump unterstützten Kandidaten Andrew Cuomo uneinholbar vorn. Der Republikaner Curtis Sliwa hatte von Beginn an kaum Chancen. In Trumps Heimatstadt New York wird Mamdani damit der erste muslimische Rathauschef sein. Die Amtszeit beginnt im Januar.

Demokraten holen auch Gouverneursposten

Zwei Demokratinnen gewannen darüber hinaus die Gouverneurswahlen in den beiden US-Bundesstaaten Virginia und New Jersey. Die drei Abstimmungen galten als wichtiger Stimmungstest für Trump rund ein Jahr nach seiner Wiederwahl zum Präsidenten und ein Jahr vor den Zwischenwahlen zum Kongress.

Mehrere Gründe zum Feiern: Anhänger der Demokraten jubeln über Mamdanis Sieg - aber auch bei den Gouverneurswahlen in zwei Bundesstaaten lag die Partei vornBild: Selcuk Acar/Anadolu/picture alliance

Der 79-jährige Präsident räumte die Niederlage seiner Republikaner im Onlinedienst Truth Social ein. Er erklärte dies damit, dass sein eigener Name nicht auf dem Wahlzettel gestanden habe, sowie mit der seit Oktober herrschenden Haushaltssperre, dem sogenannten Shutdown.

Dadurch befinden sich viele Mitarbeiter von Bundesbehörden im unbezahlten Zwangsurlaub. Der anhaltende Teil-Stillstand der Regierungsgeschäfte wegen einer bislang fehlenden Einigung auf einen Übergangsetat macht sich im Alltagsleben immer deutlicher bemerkbar.

"Trumps schlimmster Albtraum"

Mamdani hatte im Wahlkampf für bezahlbaren Wohnraum, Gratis-Kinderbetreuung und bessere Busverbindungen in einer der teuersten Städte der Welt geworben - finanziert durch höhere Steuern für Reiche und Unternehmen. Mit seinem Programm konnte er vor allem junge Menschen, New Yorker mit Einwanderungsgeschichte und Gewerkschaftsmitglieder mobilisieren. Der in Uganda geborene Sohn indischstämmiger Eltern - die Mutter Filmemacherin, der Vater Professor - gehört dem linken Flügel der Demokratischen Partei an und bezeichnet sich selbst als Trumps "schlimmsten Albtraum".

Abgeschlagen: Der von Trump unterstützte Ex-Gouverneur Andrew Cuomo, der als unabhängiger Kandidat angetreten war, räumte seine Niederlage einBild: Heather Khalifa/AP Photo/picture alliance

Der Präsident verunglimpfte ihn im Gegenzug als "100 Prozent kommunistischen Irren" und mischte sich massiv in den Wahlkampf von New York ein. So drohte er der größten Stadt der USA für den Fall vom Mamdanis Sieg damit, nur noch "die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeträge an Bundesmitteln" zu zahlen. Der Immobilienkonzern des Präsidenten hat in der Metropole seinen Hauptsitz im Trump-Tower auf der berühmten Fifth Avenue.

jj/se (dpa, afp, rtr)

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