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KlimaGlobal

Zweitwärmster März weltweit

6. April 2023

Der EU-Klimawandeldienst Copernicus stellte zudem eine folgenschwere Auswirkung auf das Antarktis-Meereis fest.

Ein ausgetrocknetes Flussbett mit einer Pflanze in der Mitte.
Dürre in Spanien im März 2023: Das ausgetrocknete Flussbett des Llobrega in Katalonien.Bild: Jordi Boixareux/Zuma/Imago Images

Die Ausdehnung des Meereises in der Antarktis hat im März fast 30 Prozent unter dem für den Monat üblichen Durchschnitt gelegen. Dies war der zweitniedrigste Stand für einen März, nachdem für Februar bereits ein Rekordtief gemessen worden war, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus mitteilte. Auch in der Arktis lag die Ausdehnung unter dem Durchschnitt. Das schmelzende Meereis und der Anstieg des Meeresspiegels kann zu gefährlichen Kippunkten führen. Ein Kipppunkt ist eine kritische Grenze, bei dem sich ein System umorganisiert. 

Die Antarktis im Jahr 2020: Eisberge lösen sich vom Pine Island GletscherBild: NASA Earth Observatory/Lauren Dauphin/Handout via REUTERS

An vielen Orten neue Temperaturrekorde

Zum Vergleich zogen die Copernicus-Experten Daten aus dem Referenzzeitraum der Jahre 1991 bis 2020 heran. Mithilfe von Messungen und Satellitenbildern dokumentieren sie regelmäßig die Auswirkungen der fortschreitenden menschengemachten Erderwärmung. Weltweit war der vergangene März demnach der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Süden und in Mitteleuropa lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt, während sie im Norden Europas oft darunter lagen. In Nordafrika, Teilen Russlands und dem Großteil Asiens war es im März ebenfalls wärmer als üblich, vielerorts wurden neue Temperaturrekorde gemessen.

Nach schweren Regenfällen im März 2023 in Corcoran, Kalifornien: Ein Zug fährt durch überflutete GebieteBild: David Swanson/REUTERS

Mehr Wetterextreme

Es gab auch mehr Wetterextreme im vergangenen Monat: So hatte laut Copernicus die Iberische Halbinsel deutlich trockenere Bedingungen, was zum Teil zu Waldbränden führte; In einigen Gebieten in den USA und Asiens sowie Afrika gab es hingegen deutlich mehr Nässe, was in manchen Gebieten Überschwemmungen zur Folge hatte.

Die Klimaberichte basieren auf computergenerierte Analysen, die auf Billionen von Messdaten zurückgreifen. Satelliten, Schiffe, Fluggeräte und Wetterstationen erfassen sie weltweit.

nmm/sti (dpa/afp)

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